Weihnachten

Haus Witten: Den Weihnachtsmann im Fackelschein gefilmt

Dreh im Fackelschein: Im Innenhof von Haus Witten steht Bernd Wittke vor der Kamera. Er ist für einen Kurzfilm des Stadtmarketings ins Weihnachtsmann-Kostüm geschlüpft. Links Anne Schmitt, rechts Ute Biermann.

Dreh im Fackelschein: Im Innenhof von Haus Witten steht Bernd Wittke vor der Kamera. Er ist für einen Kurzfilm des Stadtmarketings ins Weihnachtsmann-Kostüm geschlüpft. Links Anne Schmitt, rechts Ute Biermann.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Für Wittens digitale Weihnacht steht der Weihnachtsmann vor der Kamera. In der Geschichte geht’s nicht nur um Engel, sondern auch um Drohnen.

Für den digitalen Ersatz-Weihnachtsmarkt lässt das Stadtmarketing kurze Filme drehen. Dafür stand Gästeführer Bernd Wittke jetzt im Weihnachtsmann-Kostüm vor der Kamera. Von allen Seiten mit Fackeln angestrahlt, erzählte der 67-Jährige die Geschichte von Haus Witten – und von Engeln, die in den Wolken Weihnachtsgeschenke verpacken.

Eine Kamera und zwei Lichter stehen auf Stativen vor Haus Witten. Bernd Wittke wird mit einem kleinen Mikrofon verkabelt. Auf die Frage, ob er nicht sein Kostüm anziehen wolle, antwortet er: „Nein, erst später!“ Für den ersten Teil passt seine reguläres Gästeführer-Kleidung mit Hut perfekt. Denn er macht erst mal das, was er am besten kann: Anderen ein Stück Wittener Stadtgeschichte näherbringen.

Filmteam in Witten besteht wegen der Kontaktbeschränkungen nur aus zwei Ehepaaren

Es ist ein kleines Filmteam , das an diesem Tag an Haus Witten dreht. Wolfgang Schmitt ist vom Stadtmarketing als Kameramann engagiert worden. Gästeführer Bernd Wittke steht vor der Kamera. Als Assistentinnen haben die beiden ihre Ehefrauen mitgebracht. „Es dürfen sich ja nur zwei Haushalte treffen“, erklärt Wittkes Frau Ute Biermann. Da sei das natürlich eine praktische Lösung gewesen.

Sie hält die digitale Adventszeit für eine „super Alternative“, um trotz des ausgefallenen Weihnachtsmarktes in Feststimmung zu kommen. „Da hat man wenigstens ein bisschen Freude“, findet auch Anne Schmitt. Currywurst essen und Glühwein trinken mit Freunden fehle aber natürlich trotzdem.

An insgesamt neun Wittener Sehenswürdigkeiten drehen die vier für das digitale Weihnachtsprogramm des Stadtmarketings – etwa am Bergerdenkmal, Helenenturm , Bethaus der Bergleute und am Rathaus.

Fackeln erinnern an das normale Tourenprogramm in Witten

Als der Himmel langsam immer dunkler wird, zünden Anne Schmitt und Ute Biermann die drei mitgebrachten Fackeln an. Das sind die gleichen, die sonst bei den Fackelwanderungen des Stadtmarketings eingesetzt werden. „Wir wollen natürlich auch, dass unser Tourenprogramm jetzt nicht in Vergessenheit gerät“, sagt Bernd Wittke. Im Schein der Fackeln führt er normalerweise Gruppen durch das Muttental oder auf den Helenenberg.

Dann startet die erste Aufnahme. Wittke steht mit einer Fackel in der Hand vor der Brücke, die auf den Innenhof von Haus Witten führt. Links und rechts neben ihm positionieren sich Anne Schmitt und Ute Biermann. Mit ihren Fackeln leuchten sie dem Gästeführer ins Gesicht. „Wir müssen aufpassen, dass wir ihm nicht den Bart verbrennen“, sagt Ute Biermann scherzend.

Haus Witten wurde als Rittergut erbaut und im Zweiten Weltkrieg zerstört

Bernd Wittke startet mit seiner kleinen Geschichtsstunde. Er spricht in die Kamera, erzählt, wie Haus Witten als Rittergut erbaut und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Die Informationen hat er sich vorher zurechtgelegt. Als Gästeführer weiß er vieles aber schon auswendig. „Das ist natürlich immer nur ein kleiner Ausschnitt. Da könnte man noch viel mehr erzählen“, sagt er. Die Filme sollen aber nur zwei bis fünf Minuten lang werden. Für lange Ausschweifungen ist da keine Zeit.

Dann folgt der weihnachtliche Teil. Alle schnappen sich ein Stativ, der zweite Drehort soll im Innenhof sein. Kameramann Wolfgang Schmitt entscheidet sich für einen Platz vor einem Fenster im Gemäuer, durch das man noch den dunkelblauen Himmel sieht. Bernd Wittke zieht kurzerhand ein rotes Weihnachtsmann-Kostüm über. Den Hut tauscht er gegen eine rote Mütze.

Schon steht der 67-Jährige wieder vor der Kamera und erzählt im flackernden Licht der Fackeln eine Weihnachtsgeschichte: Von Engeln, die in den Wolken Geschenke verpacken, von dem Rentierschlitten, der auf dem Saalbau-Parkplatz parkt, und von Drohnen, mit denen dieses Jahr die Geschenke bis unter den Tannenbaum geliefert werden. Die Geschichte hat sich seine ausgedacht. Ute Biermann ist Mitglied beim Wittener Autorentreff.

Es ist rund um ein Wittener Familienprojekt, dieses etwas andere Weihnachtsprogramm.

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