Kriminalität

Hasenkamp zahlt notfalls auch „Lösegeld“ für das Böckchen

Von dem beliebten Böckchen im Stadtpark sind nur noch die beiden Hinterhufe geblieben. Die Diebe haben die beliebte Bronze-Skulptur abgesägt oder abgeflext und dann mitgenommen.

Foto: Barbara Zabka

Von dem beliebten Böckchen im Stadtpark sind nur noch die beiden Hinterhufe geblieben. Die Diebe haben die beliebte Bronze-Skulptur abgesägt oder abgeflext und dann mitgenommen. Foto: Barbara Zabka

Witten.   Nach dem Diebstahl der beliebten Wittener Skulptur wäre der Unternehmensberater sogar bereit, die 1000 Euro Belohnung den Dieben zu geben.

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Michael Hasenkamp lässt nicht locker. Der Unternehmensberater und Ex-Politiker (CDU, Freie Liste) hatte 1000 Euro Belohnung für die Wiederbeschaffung des gestohlenen Stadtpark-Böckchens ausgesetzt. Bisher hat sich keiner gemeldet. Jetzt geht er einen Schritt weiter. „Ich gebe die 1000 Euro notfalls auch dem Täter selbst oder einem Vermittler.“

Die Zahlung an die Diebe „wäre eine Art Lösegeld“, sagt Hasenkamp offen. „Wenn mir jemand das Böckchen gibt, lasse ich ihn ziehen.“ Er setzt darauf, dass die Täter die Bronzefigur nicht so schnell bei Schrotthändlern loswerden, weil die sich keinen Ärger einhandeln wollten. Bei einem Gewicht von 80 bis 90 Kilo würden die Täter für das Material 500 bis höchstens 800 Euro erlösen, hat Hasenkamp ermittelt. Er appelliert auch ein wenig an ihren Geschäftssinn: „Mehr als 1000 Euro kriegen sie dafür sowieso nicht.“

Für die Strafverfolgung der Diebe fühle er sich nicht zuständig, so der Wittener. „Ich will das Böckchen zurück.“ Auch er selbst habe als kleiner Junge darauf gesessen. „Ich will nicht hinnehmen, dass solche Taten Wunden hinterlassen.“

Die Polizei kommentiert die Aktion nicht

Über sein Finderlohn-Angebot an die Täter hat der ehemalige Kommunalpolitiker mit der Polizei gesprochen. „Wir nehmen dazu nicht Stellung“, so Polizeisprecher Frank Lemanis. Milde versprechen könne allenfalls der Staatsanwalt. Der sei aber noch nicht mit im Boot. Ausdrücklich untersagt wurde Michael Hasenkamp seine Aktion nicht.

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