Wirtschaft

Großbäckerei Kronenbrot schlittert wieder in die Insolvenz

Die Großbäckerei Kronenbrot hatte bereits Ende April 2016 schon einmal Insolvenz anmelden müssen.

Die Großbäckerei Kronenbrot hatte bereits Ende April 2016 schon einmal Insolvenz anmelden müssen.

Foto: Thomas Nitsche / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Bäckereigruppe Kronenbrot hat erneut einen Insolvenzantrag gestellt. Aber es gibt vielleicht Hoffnung für den Standort Witten.

Die Bäckereigruppe Kronenbrot mit Standorten in Witten, Köln und Würselen hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung einen Insolvenzantrag gestellt. Das teilte am Mittwoch das Amtsgericht Essen mit. Der Betrieb läuft jedoch vorerst weiter, wie das Unternehmen betonte.

Kronenbrot beschäftigt aktuell 150 Mitarbeiter in Witten

Kronenbrot beschäftigt aktuell rund 980 Mitarbeiter, davon jeweils rund 530 in Würselen, 300 in Köln und 150 in Witten. Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Gruppe nach eigenen Angaben einen Umsatz von rund 120 Millionen Euro.

Die Insolvenz sei eine Folge der schwierigen Marktverhältnisse und eines grundlegenden Wandels des Konsumentenverhaltens, betonte das Unternehmen.

So sei die Nachfrage nach Grau- und Vollkornbrot, den Hauptprodukten des Unternehmens, in den vergangenen Jahren immer weiter eingebrochen. Eine Marktanalyse habe ergeben, dass Kronenbrot den notwendigen Wandel in seiner jetzigen Form aus eigener Kraft nicht mehr schaffen könne, hieß in der Mitteilung.

Kronenbrot hatte 2016 schon einmal einen Insolvenzantrag stellen müssen

Kronenbrot hatte 2016 schon einmal einen Insolvenzantrag stellen müssen und war danach von Finanzinvestoren übernommen worden. Als Kern für eine mögliche Neuausrichtung der Gruppe sieht die Geschäftsführung vor allem den Standort Witten, wo stark nachgefragte Produkte wie Sandwich und Toast hergestellt werden.

Das Amtsgericht bestellte Rechtsanwalt Biner Bähr von der Kanzlei White&Case in Düsseldorf zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

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