Kundgebung

Gegen „Spaziergänger“: Corona-Mahnwache vor Wittener Rathaus

Etwa 150 Menschen hatten am vergangenen Montag auf dem Berliner Platz an der Gegenkundgebung zu den „Spaziergängen“ teilgenommen.

Etwa 150 Menschen hatten am vergangenen Montag auf dem Berliner Platz an der Gegenkundgebung zu den „Spaziergängen“ teilgenommen.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Das Bündnis „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ ruft am kommenden Montag wieder zur Gegenkundgebung auf, diesmal allerdings an einem neuen Ort.

Das Bündnis „Ennepe-Ruhr stellt sich quer“ (ENSSQ) ruft am kommenden Montag (17.1.) ab 18 Uhr wieder zur Aktion „Solidarisch aus der Pandemie“ auf. Sie ist als Antwort auf die in Witten und verschiedenen Städten des EN-Kreises stattfindenden „Corona-Spaziergänge“ gedacht. Für die zweite Gegenkundgebung hat sich das Bündnis diesmal den Wittener Rathausplatz gesichert. Bereits am letzten Montag hatten über 150 Aktiven auf dem Berliner Platz ein starkes politisches Signal gegen Corona-Leugner gesetzt.

Bei der Mahnwache am kommenden Montag soll der Corona-Toten aus Witten gedacht werden. Die Organisatoren wollen dazu nach einigen einführenden Worten für jeden Verstorbenen ein Licht anzünden und dann dort in stillem Gedenken für etwa eine halbe Stunde verweilen. Das Bündnis lädt Impfskeptiker ausdrücklich dazu ein, an der Veranstaltung teilzunehmen – natürlich unter Einhaltung von Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Mahnwache will der Corona-Toten aus Witten gedenken

Mit dieser Aktion will sich das Bündnis klar von den „Spaziergängern“ abgrenzen, die sich sonst montags auf dem Rathausplatz treffen. Corona sei eine potenziell tödliche Gefahr für alle, heißt es im Aufruf zur Teilnahme. „Wir müssen diese Pandemie ernst nehmen. 140 Corona-Tote in Witten sind genug! Kämpfen wir dafür, dass die Pandemie solidarisch bekämpft wird und so möglichst bald Geschichte ist.“

+++Alle Entwicklungen rund um Corona in Witten in unserem lokalen Newsblog+++

Das Bündnis macht sich für konsequente Lockdowns mit sozialen Absicherungen und ein Umdenken in der Wirtschaftsweise stark, um weitere Pandemien dieser Art zu verhindern. Gefordert werden eine weltweite Solidarität mit allen Menschen und die Freigabe der Impfpatente, um allen Staaten den Zugang zum Impfstoff zu ermöglichen.

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