Geschichte

Gedenktafel erinnert an Adolf Fuchs

Regte die Gedenktafel (re.) für die Familie Fuchs an der Breite Straße 75 an: Hans-Christian Dahlmann, hier  mit Töchterchen Lena (1). Der Lehrer und Wahl-Hamburger stammt gebürtig aus Witten und besuchte hier das Schiller-Gymnasium.Foto: Walter Fischer WAZ / FotoPool

Regte die Gedenktafel (re.) für die Familie Fuchs an der Breite Straße 75 an: Hans-Christian Dahlmann, hier mit Töchterchen Lena (1). Der Lehrer und Wahl-Hamburger stammt gebürtig aus Witten und besuchte hier das Schiller-Gymnasium.Foto: Walter Fischer WAZ / FotoPool

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Er wurde in Galizien geboren und kam 1910 nach Witten: Adolf Fuchs. Am 23. September 1942 wurde der Sozialdemokrat in Auschwitz ermordet. Seit Sonntag erinnert eine Gedenktafel am Haus Breite Straße 75 an die Familie Fuchs, die hier von 1920 bis 1933 lebte. Fuchs Frau und seine vier Kinder überlebten die NS-Tyrannei.

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Am Haus Breite Straße 75 erinnert seit Sonntagabend eine Gedenktafel an das Schicksal des Schriftsetzers und Journalisten Adolf Fuchs. Dieser wurde im September 1942 ins Konzentrationslager Ausschwitz deportiert und dort getötet.

Von 1920 bis 1933 hatte Fuchs mit seiner Frau Katharina und seinen vier Kindern in der dritten Etage des Hauses an der Ruhrstraße gelebt. Die Idee zur Gedenktafel hatte der Hamburger Lehrer Hans-Christian Dahlmann. Die Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte war sofort einverstanden.

Dahlmann, gebürtiger Wittener, hat ein Buch über die Arisierung Wittens während des Nationalsozialismus geschrieben. „Hierbei wurde ich auch auf das Schicksal von Adolf Fuchs aufmerksam“, sagte der 38-Jährige.

Der am 27. Juli 1878 in Dornfeld (Galizien) geborene Fuchs war 1910 nach Witten gekommen. Später leitete er das Büro der Zeitung „Wittener Volkswacht“, außerdem war Fuchs seit 1924 Vorsitzender der Wittener SPD. Dahlmann: „In seinen Artikeln bekämpfte er die Nationalsozialisten.“ Im Dezember wird Adolf Fuchs durch einen „Stolperstein“ vor dem Haus Nr. 37 in der Johannisstraße geehrt.

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