Naherholung

Gartenausstellung 2027: Witten plant neue Zugänge zur Ruhr

So voll ist es an schönen Tagen auf der Lakebrücke, die Heven und Herbede verbindet. Die Stadt Witten würde für Radfahrer und Skater gerne eine zweite, parallel verlaufende Brücke bauen. Das Projekt steht jetzt auch auf der Wittener Wunschliste für die IGA 2027.

So voll ist es an schönen Tagen auf der Lakebrücke, die Heven und Herbede verbindet. Die Stadt Witten würde für Radfahrer und Skater gerne eine zweite, parallel verlaufende Brücke bauen. Das Projekt steht jetzt auch auf der Wittener Wunschliste für die IGA 2027.

Foto: Jürgen Theobald

Witten.   Die vier Ruhrtalstädte haben sich auf Wunschprojekte für die Gartenbauausstellung 2027 verständigt. Herbede soll eine zweite Lakebrücke bekommen.

Die Bewerbung der Ruhrtal-Nachbarn Witten, Wetter, Herdecke und Hattingen für die Internationale Gartenbauausstellung (IGA) 2027 liegt auf dem Tisch. Witten schickt vier Projekte ins Rennen: drei verbesserte Zugänge zur Ruhr und die Emscher-Ruhr-Radroute.

Nach zwei Jahren gemeinsamer Planung hat die Arbeitsgemeinschaft der vier Ruhrtalstädte jetzt das Entwicklungsszenario „Flusslandschaft Mittleres Ruhrtal“ vorgelegt. Es zielt auf einen Qualitätssprung der „linearen“ Verbindungen, also von Ruhrtalradweg, Ruhrtalbahn, Ruhr und Wanderweg (Ruhrhöhenweg). Jede Stadt ist zugleich mit eigenen Projekten am Start. Dabei geht es darum, sie selbst näher ans Wasser zu rücken und diese Wege besser zu verknüpfen. Wittens Vorhaben sind keine Neuerfindung. Die Ideen sind aber inzwischen weiter gereift und mit einem Preisschild versehen.

Ruhrfenster Herbede

Um den Zugang zum Stausee aufzuwerten, soll der Fußgängertunnel zugeschüttet und ein barrierefreier Bahnübergang angelegt werden (1 Mio. Euro). Positiv bewertet wird die Absicht, an Haus Herbede ein Gästehaus anzubauen (kein IGA-Projekt). Weiterer Baustein ist die Beseitigung des Nadelöhrs Lakebrücke, wo sich an guten Tagen alles knubbelt. Für Radler und Skater soll parallel eine zweite Brücke gebaut werden (3 Mio. Euro).

Ruhrfenster Nachtigall

Am Ruhrdeichkreisel soll ein Parkplatz für Wohnmobile und die Besucher von Zeche Nachtigall angelegt werden. Von dort geht’s zu Fuß über die Nachtigallbrücke zum hinteren Ende des Industriemuseums. Wo sich dort alle Wege kreuzen, soll ein Infopunkt über die touristischen Angebote im Muttental informieren, eventuell auch ein zweiter Eingang zur Zeche Nachtigall entstehen (3,5 Mio. Euro).

Ruhrverbindung Mühlengraben

Eine Fußgängerverbindung von Haus Witten zur Ruhr soll von der Straße „Am Mühlengraben“ abzweigen, am Mühlengraben (Wasser) entlang unter der neuen Brücke hindurch bis zum neuen Aussichtspunkt an der Mündung in die Ruhr führen (1 Mio. Euro). Und: Ein neuer Fußweg, parallel zum Ruhrdeich-Radweg, aber unterhalb der Böschung, soll am Rande der Ruhraue vom Wasserwerk bis zum Ruhrdeichkreisel führen.

<<<< Wünsche der Städte übersteigen das Budget

Ein weiteres Wittener Projekt für die Internationale Gartenausstellung 2027 ist der Emscher-Ruhr-Radweg. Er soll den Emscherradweg (Dortmund) über das Salinger Feld, das Pferdebachtal/Uni Witten, Sprockhöveler Straße und Ruhrdeichkreisel an den Ruhrtalradweg anbinden (3 Mio. Euro.).

Die Wünsche der vier Städte kosten zusammen 54 Mio. Euro. Der Regionalverband Ruhr hat für diese Region ein IGA-Budget von 36 Mio. Euro. In Kürze stehen Gespräche im Heimatministerium und beim RVR an. Die Städte wollen auch weitere Quellen suchen

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