Feiern

„Fest der Erde“ zieht nur wenige Gäste an

Anmutig: Die bosnische Tanzgruppe Kudnur Bosna Hagen bei ihrem Auftritt in Witten beim „Fest der Erde“.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Anmutig: Die bosnische Tanzgruppe Kudnur Bosna Hagen bei ihrem Auftritt in Witten beim „Fest der Erde“. Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.   Mitwirkende und Organisatoren sind enttäuscht: Das „Fest der Erde“ mit Tanz, Folkloregesang und Flohmarkt war schlecht besucht.

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„Wir haben heute mehr Kuchen als Trödel verkauft“, lautete die nüchterne Bilanz von Anne Lukas (68), der ersten Vorsitzenden der Tierfreunde Witten. Beim 20. Partnerschafts-Flohmarkt am Sonntag auf dem Ostermann-Parkplatz herrschte die meiste Zeit gähnende Leere. Obwohl Besucher neben Trödel noch ein kulinarisches und ein musikalisches Angebot erwartete.

In einem „Restaurant-Bereich“ wurden Speisen aus aller Herren Länder feilgeboten und beim traditionellen „Fest der Erde“ traten immerhin 14 Künstler und Musikgruppen auf. „Vielleicht war der Zeitpunkt nicht der richtige“, meinte Anne Lukas. „Man sollte sich in Zukunft besser absprechen. In der Werkstadt war auch ein Trödelmarkt und es gab noch andere Veranstaltungen.“

Familien gehen lieber ins Freibad

Auch Ute Feller, Mitarbeiterin der Ruhrtal-Engel in Annen, fand: „Es ist viel zu wenig Werbung gemacht worden. Dementsprechend gab es wenig Laufkundschaft.“ Im vergangenen Jahr hätten auch Spiele für Kinder stattgefunden. „Die gab es diesmal nicht. Da gehen Familien mit Kindern lieber ins Freibad“, so die 55-Jährige.

Gering war auch das Besucherinteresse beim „Fest der Erde“, das nach der Premiere vor zwei Jahren auf dem Rathausplatz und der Veranstaltung im vergangenen Jahr vor der Stadtgalerie zum dritten Mal stattfand. „Mit dem Programm bin ich sehr zufrieden, mit der Resonanz nicht so sehr“, sagte Mitorganisatorin Nana Shanava (57) vom Internationalen Kultur- und Begegnungszentrum. „Viele Leute sind über das lange Wochenende verreist und es fahren sonntags kaum Busse“, meinte sie.

„Griechen bringen ihre Leute mit“

Ob russischer oder syrischer Gesang, brasilianische Trommler oder türkische Musik – meist blieben die Bierzeltgarnituren vor der Bühne leer oder waren nur spärlich besetzt. Voller war es, als der Wittener Shanty-Chor die Bühne enterte sowie beim Auftritt einer griechischen Kindertanzgruppe. Nana Shavana: „Die Griechen bringen halt ihre Leute mit.“

In den vergangenen Jahren hat parallel zum Partnerschafts-Flohmarkt das Kinder- und Familienfest der Wohnungsgenossenschaft Witten-Mitte mit angeschlossenem Handwerksmarkt stattgefunden. „Das ging diesmal wegen des Feiertags und des Brückentags nicht“, erklärte Erich Bremm (75), zweiter Vorsitzender des Partnerschaftsvereins Witten. „Weil viele Leute Urlaub machen, sind natürlich auch viele Handwerker nicht da. Das Fest ist auf einen anderen Termin ausgewichen. Im nächsten Jahr wird es aber wieder eine gemeinsame Veranstaltung werden“, versprach er.

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