Volksbegehren

Erst 200 Wittener unterschreiben für Abitur nach 13 Jahren

Michael Muhr präsentierte zum Auftakt des Volksbegehrens gegen das Turboabitur die Unterschriftenlisten im Rathaus.

Foto: Thomas Nitsche

Michael Muhr präsentierte zum Auftakt des Volksbegehrens gegen das Turboabitur die Unterschriftenlisten im Rathaus. Foto: Thomas Nitsche

witten.   Noch fehlen zahlreiche Unterschriften für einen Erfolg des Volksbegehrens zur Wiedereinführung der neunjährigen Gymnasialzeit (G 9) in Witten.

Erst knapp 200 Bürger haben seit Anfang Februar bei der Stadt für eine Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren unterschrieben. Rund 6000 Unterschriften gegen das Turboabi werden in Witten benötigt, um auf die im Landesdurchschnitt erforderlichen acht Prozent zu kommen. Wie viele Unterschriften schon auf der Straße gesammelt haben, ist der Stadt aber nicht bekannt.

Listen liegen an vier Sonntagen in der Bücherei aus

Sie weist darauf hin, dass die Eintragungslisten erstmals auch an diesem Sonntag von 13 bis 17 Uhr in der Stadtbücherei ausliegen. Damit will man Berufstätigen die Möglichkeit geben, sich an der Initiative zu beteiligen. Das Volksbegehren steht unter dem Motto „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung, G9 jetzt!“

Auch an den Sonntagen 26. März, 30. April und 28. Mai können Wittener am Wochenende in der Bibliothek unterschreiben, sonst wochentags im Zimmer 1 des Rathauses: montags, dienstags von 8 bis 17 Uhr, mittwochs, freitags von 7.30 bis 13 Uhr und donnerstags von 8 bis 18 Uhr.

Über 74 000 Wahlberechtigte in Witten

Teilnahmeberechtigt sind alle über 18, in Witten rund 74 500 Bürger. Erfolgreich ist das Volksbegehren, wenn sich mindestens acht Prozent der Teilnahmeberechtigten eintragen. Landesweit sind das knapp über eine Million Menschen. Dann müsste sich der Landtag zumindest erneut mit dem Thema befassen. Das Volksbegehren läuft noch bis zum bis zum 7. Juni.

Entscheidet der Landtag nicht im Sinne des Volksbegehrens, kommt es zu einem Volksentscheid. Er wäre nur erfolgreich, wenn sich die Mehrheit aller Abstimmen für die Gesetzesänderung ausspricht – mindestens 15 Prozent aller Wahlberechtigten. Das wären zwei Millionen Menschen.

Auch interessant
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik