Burgruine Hardenstein

Erneut Steine aus Wittener Burgruine herausgebrochen

Aus dem Wächterturm neben dem unteren Tor der Burgruine Hardenstein in Witten sind mehrere Steine herausgebrochen worden.

Aus dem Wächterturm neben dem unteren Tor der Burgruine Hardenstein in Witten sind mehrere Steine herausgebrochen worden.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Unbekannte haben an der Burgruine Hardenstein in Witten Steine aus einem Turm gebrochen. Im Juli war es schon einmal zu Vandalismus gekommen.

Erneut ist es an der Burgruine Hardenstein zu Vandalismus gekommen. Sechs große Abdecksteine sind nach Angaben von Hans Dieter Radke in der letzten Woche von der Mauerkrone des Flankierungsturmes am unteren Tor herausgebrochen und ins Innere des Turmes heruntergeworfen worden. Bemerkt hat der Vorsitzende der Burgfreunde die Schäden bei einem Kontrollgang am vergangenen Freitag. Er erstattete Anzeige.

Längere Zeit war es ruhig geworden, hörte man wenig von Vandalismus an der historischen Ruine. Dazu beigetragen hat auch die Kameraüberwachung, die seit einiger Zeit installiert ist. Doch im Juli hatten die Burgfreunde wieder massive Schäden an den alten Mauern zu beklagen gehabt. Damals waren Steine am Erker der Hauptburg und der Mauerkrone am Brückenwiderlager, also dem Podest, herausgebrochen worden.

500 Euro wird die Reparatur kosten

Nun hat Radke erneut Anzeige gegen Unbekannt erstattet, vermutet Kinder oder Jugendliche hinter den aktuellen Zerstörungen. „Das ist recht schnell kaputt gemacht, aber das Beheben der Schäden ist deutlich aufwendiger“, ärgert sich der 73-Jährige. Rund 500 Euro wird es nach seiner Einschätzung kosten, den quadratischen Turm wieder in seinen alten Zustand zurückzuversetzen. Dazu will Radke die Mörtelbettung ausstemmen, die Fläche reinigen und dann die Steine wieder aufmauern. „Das werden einige Stunden Arbeit für mich.“

„Die Burgruine ist ein Baudenkmal und keine Spielburg oder ein Abenteuerspielplatz“, wird Radke nicht müde, zu wiederholen. Er hofft nun auch auf Hinweise aus der Bevölkerung, die helfen könnten, diejenigen zu erwischen, die dieses Mal dem um 1354 gebauten Herrenhaus zu Leibe gerückt sind.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben