Universitätsstadt

Die Ortsteilnamen der Hölzer kehren zurück

Witten.   Die Stadt schlägt 24 Standorte für weiße Ortsteiltafeln in Herbede vor und zwei für Düren. Die Ratsfraktionen können dazu noch Stellung nehmen.

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Die Neubeschilderung der Wittener Stadtteile geht in die nächste und letzte Runde. Mit den neuen Tafeln „Universitätsstadt an der Ruhr“ waren Buchholz, Bommerholz, Durchholz, Vormholz und Kämpen – schildertechnisch – von der Bildfläche verschwunden. Jetzt kehren die Hölzer auf weißen Ortsteiltafeln zurück.

Die Stadt hat den Ratsfraktionen dafür jetzt per E-Mail Pläne mit den vorgeschlagenen Standorten zugeschickt. Die WAZ Witten veröffentlicht dazu eine Übersichtskarte im Internet (siehe Kasten). Tragen die Fraktionen bis zum 31. Januar keine Fragen oder Einwände vor, gelten die Standorte als angenommen. Die Tafeln sollen dann vom Tiefbauamt bestellt und Zug um Zug aufgestellt werden.

Die 40 Ortsteile sind keine offiziellen Stadtteile

Zur Vorgeschichte: Als die 72 Universitätsstadt-Schilder Ende 2016/Anfang 2017 aufgestellt wurden, hatten die alten Stadtteile von Herbede, das 1975 nach Witten eingemeindet wurde, das Nachsehen. Am Ortseingang von Bommerholz, Vormholz oder auch Kämpen heißt es auf den gelben Tafeln seitdem überall nur noch: „Stadtteil Herbede“. Zum einen hatten Straßen NRW und die Bezirksregierung der Stadt empfohlen, „die Textmenge zu Gunsten der Verkehrssicherheit so gering wie möglich zu halten“, sich also kurz zu fassen. Zum andern dürfen auf den gelben Ortstafeln nur amtliche Bezeichnung stehen.

Richtig amtlich waren zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht einmal die sieben „großen“ Stadtteile, weshalb der Rat Annen, Bommern, Herbede, Heven, Mitte, Rüdinghausen und Stockum per Aufnahme in die Hauptsatzung erst einmal in diesen Rang erhob. Mit diesen arbeitet die Stadt seit 1975 in ihrer Einwohnerstatistik und ihrer Flächenbilanz. Die rund 40 Ortsteile – neben den Hölzern auch beispielsweise Schnee oder Sonnenschein – blieben dabei außen vor. Diese Namen gelten nicht als amtlich.

Ersatzlösung sollten zuerst grüne Schilder sein

Viele Bürger identifizieren sich aber mit den gewachsenen Ortsteilen – speziell in Herbede, wo diese, anders als im restlichen Witten, bis vor Kurzem ausgeschildert waren. Der Rat hatte die Stadt daher bereits Mitte 2016 beauftragt, eine Ersatzlösung zu finden. Überall dort, wo durch die Universitätsstadt-Schilder Ortsteilnamen verloren gehen würden, sollten grüne Ortshinweistafeln aufgestellt werden.

Dieser Beschluss wurde dann nachgebessert. Die grünen Schilder dürfen nur an Kreis-, Land- oder Bundesstraßen, also außerorts aufgestellt werden. Dort hat aber Straßen NRW die Baulast und damit auch das Sagen. Es wäre schwierig geworden, für alle 17 Stellen, an denen die Hölzer und Kämpen erwähnt worden waren, eine passende Lösung zu finden.

Die Politik stimmte deshalb dem Vorschlag der Stadt zu, statt grüner Ortshinweistafeln weiße Ortsteiltafeln aufzustellen. Die stehen innerorts, kurz hinter dem gelben Ortsschild und die Stadt hat bei den Standorten freie Hand. Die jetzt vorgelegten Vorschläge entsprechen deshalb in der Regel den gewohnten Stellen: Wer beispielsweise nach Bommerholz hineinfährt, wird künftig einige Meter hinterm gelben Schild „Stadtteil Herbede“ das weiße Schild „Bommerholz“ sehen.

Insgesamt mehr Nennungen als früher

Unterm Strich ergeben sich dadurch sogar mehr Ortsteil-Erwähnungen als früher: 24 statt bisher 17 in den Hölzern und Kämpen. Zusätzlich wird der Stockumer Ortsteil Düren erstmals ausgeschildert – auf zwei weißen Tafeln an der Sieben-Planeten-Straße. Dafür hatten sich die Heimatfreunde Stockum/Düren und die Groko eingesetzt.

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