Rosenmontagsumzug

Die jüngsten Narren ziehen durch Witten-Schnee

Rund 20 Kinder und teilweise auch deren Eltern nahmen am kleinsten Rosenmontagsumzug Wittens teil, den die Awo-Kita Schnee wieder organisiert hatte.

Rund 20 Kinder und teilweise auch deren Eltern nahmen am kleinsten Rosenmontagsumzug Wittens teil, den die Awo-Kita Schnee wieder organisiert hatte.

Foto: Jürgen Theobald

Witten.  Ninjas, Feen und Polizisten der Awo-Kita am Schnee bestritten den kleinsten Rosenmontagsumzug der Stadt. Die KG Rot-Weiß ließ Kamelle regnen.

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20 Mini-Jecken stehen ungeduldig am Zaun der Awo-Kita auf dem Schnee. Pünktlich um 11:11 Uhr gibt Erzieherin Sabrina Knoop den Startschuss und der kleinste Rosenmontagszug Wittens setzt sich in Bewegung.

Ganz vorn schwenkt Younes (5) seine Polizeikelle durch die Luft. „Ich muss damit den Verkehr regeln“, erklärt der Ordnungshüter in ernstem Ton. Eigentlich ist das Thema des Umzugs „Tiere“. Younes war das aber egal. Schließlich will er selbst Polizist werden und übt schon mal. Dafür bleibt sein kleiner Bruder Ilias (elf Monate) dem Motto treu. Er steckt in einem flauschigen Löwenkostüm und schaut von seinem Kinderwagen aus auf das Geschehen.


Mäusespeck für Minnie Maus

„Unter die Tiere haben sich auch ein paar Prinzessinen und Ninjas gemischt“, sagt Sabrina Knoop lachend. Die Kita-Chefin trägt ein Bienenkostüm mit orangefarbener Warnweste. Auch viele der mitlaufenden Mütter haben sich verkleidet. Helen (2) und ihre Mama Nicole gehen sogar im Partnerlook. Beide tragen bunte Blumenketten und Feenstaub. Die schicke Verkleidung hat einen entscheidenden Vorteil: „Wir können noch dicke Jacken drüber ziehen.“


Mit Musik und Geschnatter trippeln die Kinder den Hackertsbergweg hinab. Was wird es wohl dieses Jahr für Kamelle geben? „Hoffentlich Marshmallows“, meint Feli (6). „Letztes Jahr gab es Mäusespeck. Das war auch gut.“ Passend zum Mäusespeck ist Felis Schwester Fine (2) als Minnie Maus geschminkt. Ihr fällt das Laufen durch Schnee und Matsch sichtbar schwer. Bequemer ist es bei Mama Petra auf dem Arm. Am Wendehammer ist Endstation.

Karnevalsgesellschaft greift Kita unter die Arme

Dort warten Susanne und Andreas Bergstein von Wittens einziger Karnevalsgesellschaft Rot-Weiß. Nach einem dreifachen „Witten Helau“ werfen die beiden Popcorn, Gummitiere und Schoko-Riegel in die Menge. Eifrig sammeln die Jecken die Leckereien vom matschigen Boden auf. Der kleine David nutzt einen unbeobachteten Moment und stibitzt die Konfetti-Pistole der Karnevalsgesellschaft. Er lässt mit einem Knall Glitzer regnen. Andreas Bergstein lacht. „Es macht uns einfach jedes Mal Spaß. Wir unterstützen die Kita schon seit Jahren bei ihrem Umzug“.

Auf dem Rückweg haben alle schwer an ihrer Ausbeute zu schleppen. Vitus (4) trägt in der einen Hand ein langes Ninja-Schwert, in der Anderen den Beutel voller Süßigkeiten. Später würde er selbst gern ein Ninja werden. Aber das geht leider nicht „Ninjas sind ja Räuber und Papa hat gesagt, man kann nicht als Räuber arbeiten.“
Zurück in der Kita warten noch eine Kinderdisco und Hotdogs. Spätestens danach sind wirklich alle bereit für den Mittagsschlaf.

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