DGB erinnert im Zeichen des Friedens an die Geschichte

Frieden ist ein Zustand, der in der Geschichte Europas alles andere als selbstverständlich war. Daran erinnert der jährlich stattfindende Antikriegstag am 1. September. Ab kommenden Freitag veranstaltet der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen mit Partnerorganisationen sein traditionelles Friedenswochenende. Bis Montag (4.) sind verschiedene Aktionen und Andachten geplant.

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Frieden ist ein Zustand, der in der Geschichte Europas alles andere als selbstverständlich war. Daran erinnert der jährlich stattfindende Antikriegstag am 1. September. Ab kommenden Freitag veranstaltet der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammen mit Partnerorganisationen sein traditionelles Friedenswochenende. Bis Montag (4.) sind verschiedene Aktionen und Andachten geplant.

Der 1. September markiert den Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen und damit den Beginn des Zweiten Weltkrieges. Gerade der Beziehung zum Nachbarland Polen müsste die deutsche Öffentlichkeit besondere Bedeutung beimessen, meint Peter Liedtke vom Freundschaftsverein Tczew-Witten. „Besonders angesichts der problematischen politischen Lage in Polen sollten wir zumindest auf der Bürgerebene das Verhältnis zu dem Land nicht vernachlässigen“, sagt Liedtke, der den Verein Tczew-Witten 1998 mitgegründet hat.

Überhaupt gelte es, das Bewusstsein für die Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. „Menschen, die nach 1945 geboren sind, scheinen sich nicht mehr für die Geschichte zu interessieren“, behauptet Mathias Hillbrandt von der IG-Metall Witten. Geschichtsunterricht an Schulen beispielsweise wäre nicht so gestaltet, dass die Vergangenheit angemessen aufgearbeitet werde, so der Ortsvorsitzende. Der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien in Europa zeige eindeutige Parallelen zur Vergangenheit, die man verstehen müsste, sagt Hillbrandt. „Wir erleben derzeit, dass mehr Staaten wieder nationalistischer werden. Diese Muster kennen wir aus unserer eigenen Vergangenheit“, ergänzt Stefan Marx, Leiter der DGB-Region Ruhr-Mark. Dass es den Rechtsruck in ganz Europa gebe, zeigten die Wahlergebnisse aus Ungarn, Polen, der Türkei, den Niederlanden und Deutschland, fügt Hillbrandt hinzu. Deshalb steht das Motto des DGB-Friedenswochenendes unter dem Zeichen „Europa neu denken“.

Zum Auftakt am Freitag kommen Vertreter aus acht Partnerstädten mit Bürgermeisterin Leidemann um 17 Uhr vor der Sparkasse an der Ruhrstraße zusammen. Die Eröffnung wird zusammen mit der Zwiebelkirmes gefeiert. Am Samstag gibt es ab elf Uhr eine Andacht in der Johanniskirche, am Sonntag um zehn Uhr eine weitere in der Marienkirche. Zum Abschluss ist am Montag um 17.30 Uhr ein Gang zum Mahnmal im Lutherpark geplant.

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