Rathaussanierung

Dachdecker geben der Stadt Witten einen Korb

Dunkle Wasserfahnen links und rechts auf dem sanierten Rathausturm: Aus alten Rinnen der Nachbardächer ist Regenwasser über den frischen Putz des Rathausturms geflossen.

Foto: Johannes Kopps

Dunkle Wasserfahnen links und rechts auf dem sanierten Rathausturm: Aus alten Rinnen der Nachbardächer ist Regenwasser über den frischen Putz des Rathausturms geflossen. Foto: Johannes Kopps

Witten.   Für die ausgeschriebenen Dachsanierung des Südflügels hat keiner ein Angebot eingereicht. Die Außensanierung kann nicht vor Juni starten.

Ein fehlender Förderbescheid und die gute Baukonjunktur verzögern die Rathaussanierung. Das Bürgerforum beklagt außerdem einen Bauschaden am bereits sanierten Turm.

Für den 1. und 2. Bauabschnitt (4 Mio. Euro) liegt eine Förderzusage vor, für die Außensanierung des Südflügels (5,7 Mio. Euro) fehlt sie noch. Das liegt am immer noch nicht verabschiedeten Bundeshaushalt 2018. Den Südflügel hat die Stadt aber bereits leergezogen. Gegenüber dem ursprünglichen Plan, diesen innen und außen gleichzeitig zu sanieren, will sie die (genehmigte) Außensanierung vorziehen. Deshalb sollten im März die Dacharbeiten beginnen, dann die Fenster ausgetauscht und die Fassade saniert werden. Nur die zum Rathausplatz liegende Seite wurde außen schon erneuert. „Wir haben alles fertig geplant und rechtzeitig EU-weit ausgeschrieben, für die Dacharbeiten haben wir aber kein Angebot bekommen“, sagt Klaus Böde, Leiter des Gebäudemanagements. Deshalb werde man jetzt bei einzelnen Betrieben nachhaken und sie um Angebote bitten. Vor Juni könne man deshalb wohl nicht mit den Außenarbeiten beginnen. „Wir müssen von oben nach unten arbeiten und mit dem Dach anfangen.“

Gesamtzeitplan hängt ganz von Innensanierung ab

Für die Verschiebung des Gesamtzeitplans spiele das aber keine Rolle. Dafür gebe die verschobene Innensanierung den Ausschlag. Für die Kernsanierung und die Überdachung des Innenhofes („Rathausforum“) brauche man anderthalb bis zwei Jahre, für die Außenarbeiten lediglich ein dreiviertel Jahr und diese Arbeiten könnten parallel laufen.

Am Rathausturm sind im frischen Putz dunkle Wasserfahnen von Nachbardächern zu sehen. Darauf hat die Bürgerforum-Fraktion die Stadt hingewiesen und nach der Haftung gefragt. Die Spuren seien der Stadt direkt nach Abschluss der Turmarbeiten aufgefallen, so Böde. Daraufhin habe man das schon vorher vorhandene „falsche Gefälle“ angrenzender Dachrinnen sofort behoben. Da gerade Frost herrschte, habe man zu diesem Zeitpunkt nicht die auch neue Fassade gereinigt. Das werde erledigt, wenn nebenan ohnehin Gerüste stehen werden.

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