Kita-Gebühren

Corona: Witten verzichtet auf Kita-Gebühren

Ab April müssen die Eltern von rund 5000 Wittener Kindern vorerst keine Kita-Gebühren bezahlen.

Ab April müssen die Eltern von rund 5000 Wittener Kindern vorerst keine Kita-Gebühren bezahlen.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Witten.  Die Eltern von rund 5000 Wittener Kindern müssen vorerst keine Kita-Gebühren zahlen. Außerdem erweiterte die Stadt das Notbetreuungsangebot.

Die Stadt Witten setzt ab April vorläufig die Gebühren für Kitas, Offene Ganztagsschulen (OGS), Kindertagespflege und Mittagessen-Entgelte aus. Damit reagiert sie auf die Schließung der Kitas wegen der Corona-Gefahr. Aktuell werden Kinder nur in Ausnahmefällen betreut – wenn ein Elternteil einen Beruf hat, der für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens wichtig ist.

Rund 5000 Kinder sind von der Regelung in Witten betroffen. Auch Eltern, die die Notbetreuung nutzen, müssen ab April keine Kita-Gebühren bezahlen. Die Stadt nimmt für diesen Monat keine Abbuchung vor. Eltern, die die Gebühren normalerweise überweisen, müssen dies natürlich dann nicht tun.

Die Regelung gilt nicht nur für die städtischen Kitas, sondern auch für alle anderen Kita-Träger in Witten.

Stadt Witten erweitert das Notbetreuungsangebot

In der vergangenen Woche, als die Kindergärten zumachten, wurden rund 120 Kinder betreut. Die Zahl könnte sich jedoch in den kommenden Tagen erhöhen. Denn die Stadt Witten hat das Angebot der Kita-Notbetreuung erweitert. Ursprünglich hieß es, dass beide Elternteile einem systemrelevanten Beruf nachgehen müssen. Nun reicht ein Elternteil. Es muss aber eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers vorgelegt werden.

Die Kitas in Witten erwarten jedoch nicht, dass nun deutlich mehr Kinder betreut werden müssen. "Derzeit nehmen nur acht Kinder die Betreuung der Awo-Kitas in Witten in Anspruch", sagt Heike Wallis van der Heide, Abteilungsleiterin bei der Awo. Sie vermutet allerdings, dass viele Eltern von der neuen Regelung erst am Montag (23.3.) erfahren haben. "Es könnte sein, dass in den nächsten Tagen noch einige Kinder dazukommen." So rechnet die Awo-Kita an der Bachschule in den nächsten Tagen etwa mit vier Kindern, die betreut werden müssen. In der vergangenen Woche sei es nur ein Kind gewesen, sagt Erzieher Robin Beuke.

Heike Wallis van der Heide geht davon aus, dass die meisten Eltern versuchen, ihre Kinder anderweitig betreuen zu lassen. "Unserer Erfahrung ist, dass sie sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und ihre Kinder nicht in die Kita bringen, wenn sie eine andere Möglichkeit haben."

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