Campustag

Campustag lockt viele Studis von morgen zur Uni in Witten

Marius van Wijlck (23), Student der Zahnmedizin im dritten Semester, beriet Jana Egel (19) beim Campustag am Samstag (16.11.) in Witten.

Marius van Wijlck (23), Student der Zahnmedizin im dritten Semester, beriet Jana Egel (19) beim Campustag am Samstag (16.11.) in Witten.

Foto: Svenja Hanusch / FUNKE Foto Services

Witten.  Dass die Privatuni Witten gefragt ist, davon konnte man sich wieder beim Campustag überzeugen Der fehlende NC ist nur ein Grund fürs Interesse.

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Ein rappelvoller Parkplatz, Menschenansammlungen wie auf der Kirmes, und draußen gab’s Würstchen – beim Campustag an der Uni Witten/Herdecke war richtig was los. Mehr als 1500 mögliche Studenten von morgen kamen am Samstag (16.11.) vorbei, um die Uni kennenzulernen und sich über ein Studium dort zu informieren.

An zahlreichen Ständen vermittelten rund 200 Studenten und Professoren ihr Wissen, verteilten Flyer und beantworteten Fragen. „Es finden auch Probeseminare in verschiedenen Fachbereichen statt, in denen man das Studieren ausprobieren kann“, sagt Uni-Sprecherin Julika Franke. Es gibt einige Gründe, sich für ein Studium in Witten zu entscheiden.

„Im Gegensatz zu staatlichen Unis braucht man hier keinen NC“, sagt Johanna Schäfer. Die Essenerin will Psychologie studieren und sich zum nächsten Wintersemester in Witten bewerben. „Weil mir auch die Philosophie der Uni gefällt“, sagt sie.

Studieren in Witten als Alternative zur staatlichen Universität

Für Pia Elshof ist ein Studienplatz in Witten ebenfalls eine Alternative zur staatlichen Universität. Noch macht sie eine Ausbildung als Kinderkrankenschwester in Münster. „Anschließend möchte ich Humanmedizin studieren, da ich nach dem Abi eine Zeit in Afrika war und dort ‚Ärzte ohne Grenzen’ kennengelernt habe“, sagt sie. Witten sei nicht so weit entfernt von Münster, „und an einer staatlichen Universität einen Platz zu bekommen, dürfte deutlich schwieriger sein“, sagt Pia.

Johannes Zogas aus Bochum interessiert sich fürs Studium der Zahnmedizin. „Auch wenn es langweilig klingt, habe ich mich schon immer dafür interessiert“, sagt der junge Mann. Ein Zahnarzt aus dem Bekanntenkreis habe ihm das Thema nähergebracht und von der Uni geschwärmt. „Mir gefällt besonders, dass man hier nicht mit 400 Leuten im Seminar sitzt, sondern mit 40“, sagt Zogas. Allerdings gibt es dieses Privileg einer Privatuniversität nicht zum Nulltarif.

Umgekehrter Generationenvertrag ermöglicht Rückzahlungen nach dem Studium

Studienanwärter ohne das nötige Geld könnten außen vor bleiben. Sollte man meinen, stimmt aber nicht immer. „Was viele nicht wissen: Es gibt das Modell des umgekehrten Generationenvertrags, das einmalig auf der Welt ist“, sagt Amelie Feuerstack vom Aufsichtsrat der Studierendengemeinschaft, die sich um die Finanzierung kümmert. Wer während des Studiums nicht zahlen mag oder kann, kann später im Beruf die Beiträge einkommensabhängig zurückzahlen.

Die Finanzierung mag ein Thema beim Campustag gewesen sein. Die meisten interessierten sich aber für die einzelnen Studiengänge. Der geplante Erweiterungsbau aus Holz, der gerade erst feierlich vorgestellt wurde, spielte für die Studis von morgen kaum eine Rolle. „Die Leute, die sich heute hier informieren, haben das meist nicht auf dem Schirm“, sagt Uni-Sprecherin Julika Franke. „Deshalb erwähnen wir es in den Gesprächen. Denn diejenigen, die später bei uns studieren, werden es in diesem Gebäude tun.“

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