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SPD triumphiert: So lief die Bundestagswahl in Witten

| Lesedauer: 19 Minuten
Der Weg zur neuen Regierung könnte lang und steinig werden

Der Weg zur neuen Regierung könnte lang und steinig werden

Nach der Bundestagswahl ist noch längst nicht klar, wer Deutschland künftig regieren wird. Der Weg zu einer neuen Koalition kann lang und steinig werden: Bis zur Bildung der neuen Regierung müssen die Parteien noch einen regelrechten Marathon absolvieren.

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Witten.  Bundestagswahl in Witten: SPD-Kandidat Axel Echeverria hat das Rennen gemacht. Alle Infos zur Wahl im Newsblog.

Jetzt ist es amtlich. Der SPD-Kandidat für den Wahlkreis Ennepe-Ruhr II Axel Echeverria hat das Rennen um das Ticket nach Berlin mit 35,4 Prozent der abgegebenen Stimmen klar für sich entscheiden können. Das sind die Wahlergebnisse in Witten und im Wahlkreis 139 (Ennepe-Ruhr-Kreis II).

Bundestagswahl in Witten – die Direktkandidaten:

  • Hartmut Ziebs (CDU, Schwelm)
  • Axel Echeverria (SPD, Witten)
  • Anna Neumann (FDP, Hattingen)
  • Ina Gießwein (Bündnis 90/Die Grünen, Schwelm)
  • Clemens Jost (Die Linke, Hattingen)
  • Carl-Dietrich Korte (AfD, Ennepetal)
  • Michael Hanses (Die Partei, Witten)
  • Eric Tiggemann (Piraten, Hattingen)
  • Thorsten Michaelis (Freie Wähler, Wetter)
  • Achim Czylwick (MLPD, Witten)
  • Dr. Michael Thomas Kirchner (die Basis, Hattingen)

Bundestagswahl 2021 in Witten – Alle News im Liveticker

0.30 Uhr: Jetzt liegt das vorläufige Endergebnis endlich vor. Die Bundestagswahl im Wahlkreis 139 Ennepe-Ruhr-Kreis II ist entschieden, kurz vor Mitternacht waren die letzten der insgesamt 136.697 abgegebenen Stimmen erfasst. Das Direktmandat geht an Axel Echeverria (SPD). Er setzte sich mit 35,4 Prozent gegen zehn weitere Bewerber durch. Bei der SPD-Wahlparty in Witten gab’s für den siegreichen Bundestagskandidaten viele Umarmungen und Glückwünsche. Damit, so ein Kommentar von WAZ-Lokalchef Jürgen Augstein, hat er es auch allen internen Kritikern gezeigt

Ebenfalls zweistellige Ergebnisse erzielten Hartmut Ziebs (CDU, 24,6 Prozent) und Ina Gießwein (Bündnis90/Die Grünen, 16,1 Prozent). Die FDP-Kandidatin holte 8,5 Prozent, der AfD-Bewerber 7,2 und der Kandidat von den Linken 2,7 Prozent.

Auch bei den Zweitstimmen entschieden sich die Wählerinnen und Wähler in Hattingen, Herdecke, Sprockhövel, Wetter und Witten mehrheitlich für die SPD. Sie erreichte 33,7 Prozent der Stimmen. Auf die CDU entfielen 22 Prozent, auf Bündnis90/Die Grünen 16,2, auf die FDP 10,6, auf die AfD 7,1 und auf Die Linke 3,7.

Von den 175.286 Wahlberechtigten machten 136.697 vom ihrem Stimmrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 139 lag bei 78 Prozent und damit höher als in Witten.

Nur noch ein Wahlergebnis steht aus

23 Uhr: Es ist praktisch entschieden: Axel Echeverria aus Witten wird für den Wahlkreis 139 (Ennepe-Ruhr-Kreis II) nach Berlin gehen. Er hat das Mandat sehr deutlich mit gut 35 Prozent der Erststimmen gewonnen. Sein CDU-Konkurrent Hartmut Ziebs kommt dahinter weit abgeschlagen auf rund 24 Prozent, Ina Gießwein von den Grünen auf rund 16 Prozent. Bei den Zweitstimmen kommt die SPD auf 34 Prozent, die CDU auf 22 und die Grünen kommen auf 16 Prozent. Noch steht das amtliche Endergebnis aber aus. Ein Wahlkreis ist noch nicht ausgezählt.

Und so sieht es bei den kleinen Parteien im Wahlkreis 139 aus (in der Klammer die Zweitstimmen): FDP 8,6 Prozent (10,7), AfD 7,6 Prozent (7,5), Linke 2,8 Prozent (3,8). Die Wahlbeteiligung liegt noch nicht vor.

Die Ergebnisse in Witten sehen ganz ähnlich aus – und sie sind bereits amtlich. Hier kommt Echeverria bei den Erststimmen auf 36,8 Prozent, Ziebs auf 22,7 und Gießwein auf 16,9 Prozent. Bei den Zweitstimmen sieht es so aus: SPD 34,7 Prozent, CDU 20,4 Grüne 17,3 Prozent.

In der Stadt schneiden die kleinen Parteien so ab (in der Klammer die Zweitstimmen): FDP 17,2 Prozent (9,6), AfD 7,5 Prozent (7,3), Linke 2,9 Prozent (4,1).

Wahlbeteiligung Witten: 75,81 Prozent.

Wahlamtsleiter Michael Muhr ist stolz und glücklich, dass der Wahlabend in Witten so „gut und reibungslos“ abgelaufen ist. Angesichts der vielen Briefwähler habe er damit nicht gerechnet. Er dankt ausdrücklich allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen, ich hatte wirklich Bauchschmerzen vor dem Tag.“

21.15 Uhr: Die Erwartungen waren hoch. Obwohl der Wahlkreis seit Jahrzehnten fest in SPD-Hand ist, obwohl der Bundestrend auf die Ergebnisse drückt, haben die Christdemokraten im Kreis fest an einen Wahlsieg für ihren Kandidaten Hartmut Ziebs geglaubt. „Am Kandidaten hat es nicht gelegen“, bilanziert Oliver Flüshöh, CDU-Kreisvorstand. Mit dem einstigen Feuerwehr-Präsidenten hätten sie einen Kandidaten aufgestellt, der menschlich und mit seiner Kompetenz überzeugt hätte. Beim Wähler kamen die Vorzüge des 61-Jährigen nicht an.

21 Uhr: Würde es nach den Jugendlichen gehen, sähe das Ergebnis anders aus. Im Rahmen der Juniorwahl haben am Schiller-Gymnasium in Witten über 300 Mädchen und Jungen abgestimmt – mit einem klaren Sieger.

Bei der Auszählung der Stimmen konnten Die Grünen mit 30,4 Prozent die meisten Stimmen erzielen, gefolgt von der FDP mit 21,7 Prozent der Stimmen. Die SPD kam auf 17,9, die CDU auf 15,5 Prozent der Stimmen der Schülerinnen und Schüler. Die Linke würde es, ginge es nach dem Willen der Gymnasiasten, mit 5 Prozent gerade noch so in den Bundestag schaffen, die AFD würde mit 2,7 Prozent aller Stimmen an der Fünf-Prozent-Klausel scheitern.

20.15 Uhr: Und so sieht es bei den kleinen Parteien mit den Zweitstimmen aus. Die FDP kommt in Witten nach gut der Hälfte der ausgezählten Wahlbezirke auf 10,1 Prozent, die AfD auf 9,4 und die Linke auf 4,5 Prozent. Im Wahlkreis ist die Lage derzeit so: FDP 11 Prozent, AfD 8,6 und die Linke auf 3,8 Prozent.

Die Hälfte der Wahlbezirke in Witten sind ausgezählt

20 Uhr: Die Hälfte der Stimmen in Stadt und Kreis sind ausgezählt. So sieht es derzeit aus: In Witten liegt Axel Echeverria mit 35,2 Prozent der Erststimmen vorn, Hartmut Ziebs kommt auf 22,4, Ina Gießwein auf 15,8 Prozent. Bei den Zweitstimmen bekommt die SPD 32 Prozent, die CDU kommt auf 19,8 und die Grünen auf 16,2 Prozent.

Im Wahlkreis 139 sieht es ganz ähnlich aus. Echeverria kommt auf 34,4 Prozent bei den Erststimmen, Ziebs auf 24,2 und Gießwein auf 15,4; bei den Zweitstimmen liegt die SPD bei 32,2, die CDU bei 21,6 und die Grünen bei 15,5 Prozent.

19.30 Uhr: Der Bundestagskandidat für Witten und Hattingen Hartmut Ziebs feiert im Stadion der TSG Sprockhövel. Von den Jungs auf den Platz, die sich parallel zur Wahlparty ein Turnier liefern, kann sich die Wittener CDU inspirieren lassen. Die Sprockhöveler kegeln mit einem 18:0 die Gegner aus Hagen vom Platz.

Ein ähnliches Ergebnis hätten sich viele Parteifreunde von Ziebs gewünscht. „Hartmut Ziebs ist nicht nur geeignet für das Direktmandat im EN-Kreis. Er hat Voraussetzungen und Erfahrungen, die eine zukünftige Bundesregierung gut gebrauchen könnte“, findet Walter Faupel, stellv. Landrat des EN-Kreises, der sich seit 50 Jahren in der Kreis-CDU engagiert.

Der Student Till Homrighausen (19) hat sich als Wahlkampfhelfer für Ziebs engagiert. Haustürwahlkampf, Fußgängerzone, Podiumsdiskussionen – überallhin hat er den 61-Jährigen begleitet. Sein Eindruck: „Die Leute haben uns zuerst immer auf Armin Laschet angesprochen. Ging es dann direkt um Herrn Ziebs, war das Feedback positiv“, sagt er diplomatisch.

Die ersten Wahl-Ergebnisse für Witten und den Kreis

19.15 Uhr: Inzwischen liegen auch die ersten Zahlen für den Wahlkreis vor. Nach 19 von 206 ausgezählten Bezirken liegt Axel Echeverria mit 34,7 Prozent vorn, Hartmut Ziebs kommt auf 24,4 Prozent, Ina Gießwein von den Grünen auf 14,9 Prozent bei den Erststimmen. Bei den Zweitstimmen sieht es so aus: SPD 31,7 Prozent, CDU 21,8 und Grüne 15,7 Prozent.

19.05 Uhr: Auch die FDP im Ennepe-Ruhr-Kreis hat die ersten Prognosen zur Bundestagswahl verhalten aufgenommen. Elf Prozent, gleichauf mit der AfD. Das hatte man sich besser erhofft. Entsprechend ruhig bleibt es in der Bar des Ruhr Inn Hotels an der Eickener Straße in Hattingen. Lauter Beifall – Gejohle inklusive – ist nur einmal zu hören. Da sind auf dem Fernsehschirm gerade - Stand 18.05 Uhr - die möglichen Koalitionen zu sehen.

19 Uhr: Die ersten beiden Wahlbezirke in Witten – von 83 – sind ausgezählt. Demnach liegt die SPD in Witten bei den Erststimmen mit 34,7 Prozent vorn, die CDU kommt auf 23,4, die Grünen auf 15,6 Prozent. Bei den Zweitstimmen sieht es derzeit so aus: SPD 31,4 Prozent, CDU 22,2 und Grüne 14,2 Prozent. Doch noch ist nichts entschieden.

Die ersten Reaktionen der Bundestags-Kandidaten für Witten

18.45 Uhr: Enttäuscht haben die Grünen im Knut’s die ersten Prognosen zur Kenntnis genommen. Zwar hat die Partei ihr Ergebnis im Vergleich zu den letzten Bundestagswahlen deutlich verbessert, dennoch habe man mit viel mehr gerechnet, sagt Ina Gießwein, Direktkandidatin für Witten, mit Blick auf die 14,5 Prozent der erste Prognose für ihre Partei. Nun blicke sie gespannt auf die Ergebnisse für den Wahlkreis.

18.30 Uhr: Keine große Freude hat die erste Prognose bei der CDU ausgelöst. „Das wird eine ganz enge Nummer“, vermutet CDU-Kandidat Hartmut Ziebs, der mit Familie und Parteifreunden aus fünf Städten in Niederspröckhövel den Wahlabend verfolgt. Er habe kein Gefühl dafür, wer das Rennen machen wird. „Es wird bestimmt ein langer Abend.“

18.20 Uhr:Schön, dass wir vorne liegen“, kommentiert der heimische SPD-Bundestagskandidat Axel Echeverria die erste Prognose um 18 Uhr im ZDF. Er erinnert daran, wo die Genossen noch vor drei Monaten gestanden haben. „Das ist ein gutes Ergebnis für die SPD, wir haben im Vergleich zu 2017 um die fünf Prozentpunkte dazu gewonnen.“

18 Uhr: Witten hat gewählt. Seit 18 Uhr sind die Wahlräume geschlossen, letzte Briefwahlstimmen sind eingegangen, jetzt wird mit Eifer ausgezählt. Noch liegen für Witten keine Ergebnisse vor. Wir berichten, sobald, sich das ändert.

17.30 Uhr:Endspurt in den Wahllokalen. Eine Stunde vor Ende der Stimmabgabe liegt die Wahlbeteiligung in Witten bei 58,40 Prozent. Das ist niedriger als vor vier Jahren, da waren es um diese Zeit 62,06 Prozent. Aber dabei sind die Briefwähler noch nicht mitgezählt – und von denen gibt es diesmal mehr als 2017.

So läuft es in den Wahllokalen in Witten

17 Uhr: Keine Schlangen, aber eine rege Beteiligung – am Sonntagnachmittag ist man in den Wittener Wahllokalen zufrieden. In Wittens schönstem Wahllokal liegt zu diesem Zeitpunkt die Wahlbeteiligung insgesamt schon bei 80 Prozent. Im Reiterhof Falkenhof an der Bommerholzer Straße haben von den 1475 Wahlberechtigten 65 Prozent Briefwahl gemacht. „Das gab es noch nie“, bilanziert Klaus Rossmann vom Wahlhelferteam. 342 Bommerholzer sind außerdem bis zum Nachmittag bei schönstem Sonntagswetter vorbeigeschlendert, zu Fuß, mit dem Auto, viele per Rad, sehr viele mit Hund. Lange Schlangen, wie bei der Kommunalwahl gibt es nicht. Die beiden Kreuze für Erst- und Zweitstimme sind schnell gesetzt. Bei der Kommunalwahl – wir erinnern uns – gab es dagegen fünf Wahlzettel.

Im ländlichen Bommerholz ist die Wahlbeteiligung traditionell hoch, im IG Metall-Bildungshaus an der Hans-Böckler-Straße nicht. Nur 47 Prozent der Wahlberechtigten haben insgesamt an der letzten Bundestagswahl teilgenommen, diesmal sind es bis zum Nachmittag über 50 Prozent (inklusive Briefwahl). „Viele ältere Leute, aber auch erstaunlich viele Erstwähler“, bilanziert Wahlhelfer Daniel Langemann. Auch Ihsan Kilicnkaya ist darunter. „Wir sind deutsche Staatsbürger, deswegen geht die ganze Familie wählen“, sagt der gebürtige Kurde.

15.30 Uhr: Groß ist der Andrang im AWO Seniorenzentrum Witten - Egge bei der Bundestagswahl, dort waren Wähler von gleich zwei Wahlbezirken zur Wahl eingeladen worden. Die Betreuungsassistenten der Egge begleiten die Bewohnerinnen und Bewohner zu den Wahlurnen im Veranstaltungssaal, so dass auch geh- und seheingeschränkte Menschen an der Wahl teilnehmen konnten.

Für die Wähler von außerhalb wurde das beliebte hausinterne Café geöffnet, sie können auch die Terrasse am Gartenteich zum Verweilen nach der Stimmabgabe nutzen. Die Wahlhelfer und -helferinnen wurden mit Getränken und einem sonntäglichen Mittagessen aus der hauseigenen Küche versorgt.

Die Wahlbeteiligung in Witten am Nachmittag

15 Uhr: Knapp die Hälfte der Wittener, die noch keine Briefwahl gemacht haben, waren heute schon im Wahllokal. Um 15 Uhr lag die Wahlbeteiligung in Witten bei 47,94 Prozent – und damit nun etwas niedriger als vor vier Jahren. Damals wurden in den zehn ausgewählten Wahlräumen 48,52 Prozent gezählt. Aber: Der Anteil der Briefwähler ist diesmal deutlich höher. Die Reichwein-Realschule liegt im Wittener Vergleich mit 57,28 Prozent Wahlbeteiligung im Wittener Vergleich weiterhin vorn.

14 Uhr: Die bislang hohe Wahlbeteiligung in Witten liegt im Landestrend. Landeswahlleiter Wolfgang Schellen teilte am Mittag mit, dass bis 12 Uhr die Wahlbeteiligung in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten Nordrhein-Westfalens im Durchschnitt bei knapp 45 Prozent lag. Im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 2017, bei der bis 12 Uhr etwa 40 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl teilnahmen, ist die Wahlbeteiligung damit höher. Die landesweite Wahlbeteiligung inklusive der Briefwahlteilnahme hatte 2017 am Ende des Wahltages in Nordrhein-Westfalen bei 75,4 Prozent und bundesweit bei 76,2 Prozent gelegen.

Landeswahlleiter Wolfgang Schellen ruft nochmals alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auf, an der Wahl teilzunehmen: „Mit Ihrer Stimmabgabe machen Sie von einem wesentlichen Teilhaberecht unserer Demokratie Gebrauch. Sie können so mitbestimmen, wie sich der nächste Bundestag zusammensetzen und wer Deutschland in den kommenden vier Jahren regieren wird.“ Die Wahlräume sind noch bis 18 Uhr geöffnet. So läuft die Bundestagswahl ab.

Lesen Sie auch die Porträts der Kandidaten für Witten

13.50 Uhr: Sie haben sich noch nicht entschieden und brauchen noch mehr Informationen? Hier sind noch einmal die Links zu unseren Berichten über die Kandidaten Hartmut Ziebs (CDU), Axel Echeverria (SPD), Anna Neumann (FDP) und Ina Gießwein (Grüne). Hier geht es außerdem zu den Artikeln über Clemens Jost (Linke) und Carl-Dietrich Korte (AfD).

13 Uhr: Bislang herrscht perfektes Wetter für einen Wahlsonntag: Es ist warm und sonnig, erste Wolken künden aber davon, dass es vielleicht nicht den ganzen Tag so bleiben wird. Ob es auch daran liegt, dass die Wahlbeteiligung bereits so hoch ist? Doch obwohl bereits so viele Wittener ihre Kreuzchen gemacht haben, gibt es bislang offenbar kaum lange Warteschlangen vor den Wahllokalen. Das war bei der Kommunalwahl im letzten September noch ganz anders.

Bei der Wahl herrscht Maskenpflicht. Die Helfer sitzen hinter Plexiglasscheiben. Im Wahlraum 1202, im Haus am Voß’schen Garten, treffen wir Gerd Ude mit seinem Hund Rumo. „Es ist ein furchtbare Wahl“, klagt der 63-Jährige. Keiner der Spitzenkandidaten sei eigentlich so stark, dass man ihn wählen könne. „Ich hoffe, dass sie wenigstens vernünftige Personen dahinter haben.“

Hohe Wahlbeteiligung in Witten bis zum Mittag

12 Uhr: Die ersten Zahlen zur Wahlbeteiligung in Witten liegen vor. Die Wahlbeteiligung liegt derzeit bei 26,58 Prozent. Zum Vergleich: Vor vier Jahren waren es um diese Zeit gut zwei Prozentpunkte weniger. „Das lässt auf eine hohe Wahlbeteiligung schließen“, so Wahlamtsleiter Michael Muhr überrascht. Schließlich kämen ja noch die Briefwahlstimmen dazu – und da lägen die Zahlen ja auch höher als zuvor. Spitzenreiter bei den Wahllokalen ist das in der Adolf-Reichwein-Realschule mit 36,16 Prozent Wahlbeteiligung am Mittag.

11 Uhr: In 55 Wahllokalen in Witten wird heute gewählt, in zweien davon musste am Morgen bereits die Feuerwehr anrücken: An der Boecker-Stiftung hatten verschiedene Parteien direkt vor dem Wahllokal Plakate aufgehängt – das ist nicht erlaubt. Weil die so hoch angebracht waren, dass die Wahlhelfer sie nicht entfernen konnten, musste die Feuerwehr helfen. An der Holzkamp-Gesamtschule gab es gar einen Feueralarm. Grund: Die Hausmeisterin hatte einen Geschirrspüler geöffnet – entweichender Dampf setzte den Rauchmelder in Gang. Das Wahllokal musste geräumt werden, nach zehn Minuten rückten die Wehr aber schon wieder ab.

10 Uhr: Die Wochen des Wahlkampfes sind vorüber, nun zählt es: Von 8 Uhr bis 18 Uhr geben Wittenerinnen und Wittener ihre Stimmen bei der Bundestagswahl 2021 ab.

Im Wahlkreis, zu dem die Städte Witten, Hattingen, Sprockhövel, Herdecke und Wetter zählen, stellen sich zwei Frauen und neun Männer dem Votum der wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger. Drei der Kandidierenden kommen aus Witten.

Die Wahllokale in Witten sind seit 8 Uhr geöffnet, die Bundestagswahl 2021 läuft. Auch 72.817 Wahlberechtigte aus Witten (diejenigen, die ins Ausland gezogen sind, mit einberechnet) sind aufgerufen, am 26. September einen neuen Bundestag zu wählen. Und damit indirekt, wer Angela Merkel als nächste Kanzlerin oder nächster Kanzler im Amt beerbt.

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