Heiraten

Brautpaare finden Trautermine in Witten ab November im Netz

Anna und Stefan heirateten im Hochzeitsmonat Mai in Haus Witten, eines der beliebtesten Standesämter im ganzen Ruhrgebiet.

Anna und Stefan heirateten im Hochzeitsmonat Mai in Haus Witten, eines der beliebtesten Standesämter im ganzen Ruhrgebiet.

Foto: Barbara Zabka

witten.   Online-Trauungen gibt’s noch nicht, dafür bald den „Traukalender online“. Wenige Klicks genügen und man weiß, wo in Witten ein Termin frei ist.

Heiraten im Netz, so weit ist die Trau-Metropole Witten mit bisher schon über 700 Hochzeiten in diesem Jahr zwar noch nicht. Sie geht aber auch bei der Liebe einen neuen digitalen Schritt. Ab 5. November will das Standesamt den „Traukalender online“ auf witten. de scharf stellen. Damit soll die lange und für beide Seiten lästige Suche nach freien Terminen ein Ende haben.

In der richtigen Stimmung überlegten Paare gerade am Wochenende gerne, wann und wo sie heiraten, weiß Standesamtsleiter Volker Banhold. Dem folgt ein erster, oft aber auch zweiter oder dritter Anruf beim Standesamt – denn natürlich ist nicht jeder gewünschte Termin oder jede Örtlichkeit („Location“) frei – was neue Überlegungen erfordert. „Wir erhoffen uns von dem Traukalender im Internet, dass die langen telefonischen Warteschlangen weniger werden“, so Banhold.

Reservierung frühestens ein Jahr vor der Trauung

Im Netz kann man künftig sehen, welche Trautermine an welchen Standorten noch zu vergeben sind. Frühestens ein Jahr vorher kann man reservieren. Die auch außerhalb Wittens sehr beliebten, teils historischen Trauorte werden mit Bild gezeigt. Das sind neben dem Standesamt in Haus Witten Schloss Steinhausen, Haus Hohenstein und Haus Herbede. Das Ausflugsschiff Schwalbe und der Stollen in Zeche Nachtigall sind online nicht buchbar, weil das Amt hier erst nachfragen muss, ob das gerade geht.

In jedem Fall werde das digitale Verfahren die Buchung erleichtern, sagt Banhold. Astrid Raith, die Leiterin des neuen städtischen Referats für Kommunikation, spricht von einem „irre schlauen System. Das weiß, wenn alles voll ist“. Alles kann beziehungsweise darf es aber nicht. Man muss im Standesamt nicht nur fürs Ja-Wort weiter erscheinen, sondern auch, um vorher – am jeweiligen Wohnort – den „Antrag auf Eheschließung“ zu stellen.

Neuer Rekord von 800 Eheschließungen angepeilt

Ob der Traukalender online zu einer weiteren Steigerung der jetzt schon hohen Zahl an Trauungen führt, vermag der Standesamtsleiter nicht zu sagen. Was er aufgrund der Reservierungen fürs letzte Quartal aber weiß: Witten wird erstmals die 800 knacken. Die Stadt ist als Trauort beliebt, nicht nur, weil sie Plätze mit schönem Ambiente zu bieten hat, sondern gerade wegen der Möglichkeit, hier am Wochenende den Bund fürs Leben zu schließen.

„Immer mehr Paare möchten samstags heiraten und damit die Feier verbinden“, sagt Volker Banhold. Gefragt nach einem Tipp für eine gute Ehe, schweigt der 62-jährige Beamte übrigens diskret. Er müsste es eigentlich wissen, nicht nur wegen 20 Jahren Berufserfahrung. Seit 33 Jahren ist der Mann selbst unter der Haube.

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