Bachchor zeigt Luthers musikalischen Einfluss

Der Wittener Bachchor ist bekannt für seine musikalisch hochwertigen und dem jeweiligen Zeitgeschehen angepassten Konzerte. Sein Auftritt am Samstagabend in der Johanniskirche stand ganz im Zeichen der Reformation. Schließlich hat Reformator Martin Luther viele Komponisten, darunter Bach und Mendelssohn, zu eindrucksvollen Musikstücken inspiriert.

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Der Wittener Bachchor ist bekannt für seine musikalisch hochwertigen und dem jeweiligen Zeitgeschehen angepassten Konzerte. Sein Auftritt am Samstagabend in der Johanniskirche stand ganz im Zeichen der Reformation. Schließlich hat Reformator Martin Luther viele Komponisten, darunter Bach und Mendelssohn, zu eindrucksvollen Musikstücken inspiriert.

Um an die umwälzenden Ereignisse vor 500 Jahren zu erinnern, wurde der Bachchor in der Johanniskirche durch zwei weitere Chöre verstärkt. Zusammen mit dem Kantatenchor Gevelsberg und dem Evangelischen Jakobus-Chor Breckerfeld standen etwa 65 Sänger im Altarraum und entwickelten unter dem inspirierenden und temposicheren Dirigat von Gerhardt Marquardt eine bemerkenswerte Strahlkraft.

Dazu gesellte sich das Philharmonische Orchester Ennepe-Ruhr, welches in der vollen Besetzung eines großen Sinfonieorchesters angetreten war. Komplettiert wurde das musikalische Geschehen durch ein ausgewogenes Solistenquartett: Sigrun Haaser (Sopran), Marion Thienel (Alt), Thomas Iwe (Tenor) und Thomas Herberich (Bass) verliehen dem Musikgenuss weiteren Glanz.

Reformations-Symphonie mit Text

Das Konzert begann mit dem geistlichen Lied „Lass, o Herr, mich Hilfe finden“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Diese ruhig fließende Musik mit dem flehentlichen Unterton konnte gut als Bitte um neue Richtlinien in der christlichen Welt der damaligen Zeit verstanden werden.

Das Gesamtmotto des Konzerts lautete „Eine feste Burg ist unser Gott“. Das war auch der Titel der folgenden Choralkantate von Johann Sebastian Bach. Bereits beim groß angelegten Eingangschor bewies der Chor seine traditionellen Stärken und bestach zusammen mit den Orchestermusikern durch ein geschlossenes Klangbild.

Höhepunkt des Abends aber war die bekannte „Reformations-Symphonie“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, die zwischen 1829 und 1830 entstand, aber erst 1886 postum gedruckt wurde. Der Komponist hatte die Symphonie als reines Orchesterwerk angelegt. Die gespielte Bearbeitung von Torsten Sterzik fügte dem Werk den bekannten Luthertext „Eine feste Burg . . .“ wieder zu und bezog damit alle Sänger in das musikalische Geschehen mit ein – besonders im Schlusssatz. Noch einmal erklang machtvoll die Kirchenorgel und unterstrich die Bedeutung des deutschen Reformators.

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