Bach-Chor stimmt  auf Weihnachten ein

Zahlreiche Zuhörer haben dem besinnlichen Konzert des Wittener Bach-Chores in der Kirche St. Vinzenz von Paul in Rüdinghausen gelauscht. Die Sänger waren diesmal ohne die sonst übliche Verstärkung der Chöre aus Gevelsberg und Breckerfeld angetreten und gaben dem Auftritt so einen eher kammermusikalischen Charakter.

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Zahlreiche Zuhörer haben dem besinnlichen Konzert des Wittener Bach-Chores in der Kirche St. Vinzenz von Paul in Rüdinghausen gelauscht. Die Sänger waren diesmal ohne die sonst übliche Verstärkung der Chöre aus Gevelsberg und Breckerfeld angetreten und gaben dem Auftritt so einen eher kammermusikalischen Charakter.

Die orchestrale Begleitung durch die „Capella instrumentale Gevelsberg“ war in der Besetzung Oboe, zwei Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass und Orgel klein gehalten und entsprach dem ruhigen und trotzdem ausdrucksstarken Musikvortrag. Dirigent Gerhardt Marquardt leitete die Musiker mit Aufmerksamkeit und sicherem Tempogefühl. Sein Stil ist eher unauffällig, dafür aber punktgenau und wirkungsvoll. Der Chor bot wieder einmal einen ausgewogenen Gesamtklang verbunden mit sauberer Intonation. Allerdings hätten häufigere dynamische Abstufungen die Ausdruckskraft verschiedener Kompositionen weiter erhöht.

Das Programm hielt sich mit Werken von Vulpius, Crüger, Briege, Händel und Telemann zunächst an Musiken aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Ein Highlight waren die Auszüge aus dem berühmten Händel-Oratorium „Der Messias“. Die berühmte Weihnachtsmusik „Pifa“ wurde vom Kammerorchester subtil und mit warmem Klang vorgetragen. Sopranistin Antje Bischof sang „Es waren Hirten“ und „Erwach, frohlocke“ strahlend schön und textverständlich. Lobend zu erwähnen ist auch Elisabeth Marschner, die in der Arie „Endlich wird die Stunde schlagen“ von Telemann die Sopranistin auf ihrer Oboe begleitete.

In die Zeit der Moderne wagte sich der Chor mit einer Komposition des 1945 geborenen, englischen Komponisten John Rutter. Seine Lieder aus „Best Time of Year“ sind aber keineswegs mit Dissonanzen oder „schrägen Klängen“ durchzogen, sondern verbinden althergebrachte Melodien mit einer raffinierten Rhythmik. Der Chor brachte diese Musik mit Überzeugung, schloss das Konzert aber mit dem deutschen Lied „O du fröhliche“.

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