Witten. . Die Wittener Fotografin Ellen Loke stellt bei der „Revierkunst“ aus. Ihre Bilder zeigen erotische Frauenkörper, die auch mal im Müll liegen.

Es ist das Kultur-Event schlechthin im Ruhrgebiet: Bei der „Revierkunst“ auf Zeche Ewald in Herten stellen Künstler aus der Region drei Tage lang gemeinsam ihre Arbeiten aus. Fünf der insgesamt 73 Teilnehmer kommen in diesem Jahr aus Witten. Eine von ihnen ist die Ellen Loke, die ihre Aktfotografie präsentiert – sinnlich, erotisch und sehr überraschend.

Eine junge Frau liegt auf einem Stapel verrottendem Altpapier, nackt, schutzlos zusammengekauert – vielleicht eines ihrer berührendsten Bilder. „Diese Verletzlichkeit, dieses Zarte ist es, das mich fasziniert“, sagt Ellen Loke. Gleichzeitig sei das Müll-Bild aber auch eine Auseinandersetzung mit der Rolle der Frau in der Gesellschaft, „und letztlich auch mit meinem Alter“, so die 51-Jährige.