Wirtschaft

Arbeitslosenzahl in Witten im Oktober weiter gesunken

Witten hat 112 Arbeitslose weniger als im September. Allerdings liegt die auch die Oktober-Quote deutlich über der des Vorjahres.

Witten hat 112 Arbeitslose weniger als im September. Allerdings liegt die auch die Oktober-Quote deutlich über der des Vorjahres.

Foto: Sonja Wurtscheid / picture alliance/dpa

Witten.  Trotz der Pandemie ist die Zahl der Arbeitslosen im Oktober in Witten weiter zurückgegangen. Es gibt sogar noch Lehrstellen. Also alles gut?

Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Oktober in Witten weiter verringert. 4447 Menschen hatten keinen Job, das waren 112 weniger als im September. Die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt setze sich fort, so die Agentur für Arbeit – wenngleich unter Pandemiebedingungen. So liegt die Zahl der Erwerbslosen kreisweit deutlich über dem Vorjahr.

Im Geschäftsstellenbezirk Witten gibt es über 1000 Arbeitslose mehr als im Vorjahr

Im Geschäftsstellenbezirk Witten, Wetter, Herdecke sank die Arbeitslosenquote im Oktober von 7,6 auf 7,4 Prozent. Das entspricht einem Rückgang um 170 Arbeitslose auf nunmehr insgesamt 5765. Im Vergleich zum vergangenen Jahr waren es allerdings fast 1160 Menschen mehr, die keine Beschäftigung hatten.

Agenturchefin Katja Heck verzeichnet einerseits wieder viele Arbeitslosenmeldungen. Andererseits hätten deutlich mehr Menschen wieder eine Arbeit aufnehmen können. „Erfreulich ist besonders, dass fast alle Personengruppen profitieren“, so Heck.

Selbst im November ist es noch nicht zu spät für einen Ausbildungsstart

Auch das Rennen um einen Ausbildungsplatz sei noch nicht gelaufen. Es gebe immer noch über 200 unbesetzte Stellen. Selbst im November sei es für einen Start noch nicht zu spät. Insgesamt ging der Kräftebedarf allerdings wieder zurück.

Nach 220 Stellen im September meldeten die Unternehmen für den Geschäftsstellenbezirk Witten im Oktober nur noch 169. Den größten Anteil hatten Personalverleiher, gefolgt von Handel, verarbeitendem Gewerbe, Gesundheitswesen, der öffentlichen Verwaltung und dem Baugewerbe.

Weitere 40 Unternehmen im EN-Kreis melden Kurzarbeit an

Weitere 41 EN-Firmen meldeten Arbeitsausfälle für 415 Personen an. Seit dem Beginn des Shutdowns gab es damit im Kreis rund 3500 Anzeigen aus nahezu allen Branchen für 47.100 potenziell betroffene Arbeitnehmer. Für Mai liegen inzwischen Hochrechnungen zur effektiven Inanspruchnahme für den Kreis vor. Danach wurde für den zweiten vollständigen Monat nach Beginn der Corona-Krise Kurzarbeitergeld an 1984 Betriebe für rund 22.500 Arbeitnehmer tatsächlich ausgezahlt, etwas weniger als im April, dem Monat mit der stärksten Kurzarbeit.

Fazit der Arbeitsagentur: Die Arbeitslosigkeit sank stärker als im Schnitt der Oktobermonate in den vergangenen Jahren. Allerdings bleibe der Arbeitsmarkt trotz des Herbstaufschwungs durch die Corona-Krise deutlich unter Druck. Sichtbar werde dies durch die im Vergleich zum Vorjahresmonat hohe Arbeitslosigkeit. Vor einem Jahr waren im Kreis rund 2400 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Agenturchefin Katja Heck: „Die Experten sind sich einig: Weitere einschränkende Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie wirken sich natürlich negativ auf den heimischen Arbeitsmarkt aus.“

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