Burgruine Hardenstein

Wittener Burgfreunde laden zum Picknick an der Ruhr

Hans Dieter und Petra Radke (beide Burgfreunde Hardenstein), Silvia Nolte (re.),  Jessica Eger (hinten links) sowie Thomas Schmidt (hinten rechts) vom Stadtmarketing freuen sich auf die Gäste an der Burgruine Hardenstein.

Hans Dieter und Petra Radke (beide Burgfreunde Hardenstein), Silvia Nolte (re.), Jessica Eger (hinten links) sowie Thomas Schmidt (hinten rechts) vom Stadtmarketing freuen sich auf die Gäste an der Burgruine Hardenstein.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Ein entspanntes Picknick an der Ruhr bei schöner Musik vor malerischer Kulisse: Dazu laden Stadtmarketing und Burgfreunde Hardenstein jetzt ein.

Ein ganz neues Fest wird am nächsten Donnerstag an der Burgruine Hardenstein gefeiert. Von 15 bis 20 Uhr lädt das Stadtmarketing dann zum ersten Ruhrpicknick ein.

Wer mag, kann an Fronleichnam mit Decke, Klappstuhl und Picknickkorb zur Ruine kommen. Drei DJs werden für Musik sorgen, es darf getanzt werden. Auch Auswärtige oder Radler, die überraschend vorbei kommen, müssen nicht mit leerem Magen wieder gehen. Das Stadtmarketing sorgt für einen Imbiss mit Grillwurst und Getränken. Der Erlös – und eingenommene Spenden – kommen den Burgfreunden zugute.

„Wir kriegen Anrufe, das kann man sich nicht vorstellen“

„Burgherr“ Hans Dieter Radke freut sich denn auch über das neue Format. Und das ist alles andere als selbstverständlich. „Wir kriegen Anrufe, das kann man sich nicht vorstellen.“ Nicht nur für Hochzeiten und Familienfeiern gebe es Anfragen, auch für Crossgolf, Hexensabbat und erotische Filme. „So weit kommt es noch, unsere Ruine ist doch keine Kulisse für Esoteriker und Porno-Fans!“, sagt der 73-Jährige kopfschüttelnd.

Außerdem müsse man bei jeder Veranstaltung genau überlegen, ob sie Natur und Ruine nicht zu sehr belasten würde. „Wir haben hier schließlich ein Baudenkmal in einem Wasser- und Landschaftsschutzgebiet – die Lage ist also mehr als sensibel.“ Der Vorsitzende der Burgfreunde will nicht, dass für die benötigte Infrastruktur – etwa Toilettenhäuschen – andauernd Laster durch den Hardensteiner Weg im Wald brettern. Man habe da zwar Wegerecht, wolle den Verkehr aber aufs Allernötigste beschränken.

„Es könnte vielleicht auch mal Live-Musik sein oder Theater“

Trotz all dieser Bedenken konnte sich Radke mit dem Ruhrpicknick anfreunden. „Wir wollen damit mal einen neuen Weg einschlagen.“ Die Veranstaltung in der nächsten Woche sei ein Versuch, wie so etwas bei den Besuchern ankomme. Bei Erfolg könne es vielleicht im nächsten Jahr wiederholt werden. „Einmal im Jahr müsste eine Veranstaltung in der Größe möglich sein.“ Radke denkt aber auch schon weiter: „Es könnte vielleicht auch mal Live-Musik sein oder Theater.“

Jetzt macht er mit seinen Vereinsfreunden die Burgruine aber erst einmal schön fürs Picknick, der Rasen ist schon geschnitten. Sorge, dass die Besucher Schaden anrichten, hat er nicht. Probleme gebe es immer nur dann, wenn niemand zum Aufpassen da sei. „Wobei: Die Zeit der wilden Exzesse ist vorbei – die Videoüberwachung zeigt Wirkung.“

Beim Picknick wird die nicht nötig sein. Auf eine „ganz entspannte Feier“ freut sich Thomas Schmidt vom Stadtmarketing. Er hofft, dass viele Familien den Weg bei hoffentlich gutem Wetter zur Ruine finden. Und wenn es regnet? „Dann ist das halt so.“

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