Richtfest

Altenheim in Witten-Stockum soll im März bezogen werden

Nach dem Richtfest geht es mit dem Innenausbau des Altenheims in Stockum zügig voran.

Nach dem Richtfest geht es mit dem Innenausbau des Altenheims in Stockum zügig voran.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.  Jetzt wurde am Helfkamp in Witten Richtfest gefeiert. Betreiben wird das Heim der Dortmunder Apotheker Hans-Jürgen Bungert und seine Tochter.

Richtfest wurde jetzt am neuen Altenheim in Stockum gefeiert. Das Seniorenhaus am Helfkamp soll am 1. März nächsten Jahres bezugsfertig sein. Schon jetzt werden Anmeldungen entgegengenommen.

Auf dem 5700 Quadratmeter großen Grundstück – angrenzend an das Edeka-Gelände – wird ein viergeschossiges Heim für die vollstationäre Pflege mit 80 Einzelzimmern gebaut. Außerdem wird es 15 Kurzzeitpflegeplätze geben. Direkt daneben entsteht ein Haus mit elf altengerechten Wohnungen, die Mieter können den Service des Seniorenhauses in Anspruch nehmen.

Dortmunder führt das Haus zusammen mit seiner Tochter

Betrieben wird das Haus von Hans-Jürgen Bungert. Der Apotheker aus Dortmund-Hörde ist bereits seit 1992 in der Pflege aktiv. Ab 2001 baute er die insgesamt sechs Comunita-Pflegeheime in Dortmund, Lünen und Bergkamen auf, verkaufte sie dann 2014 an die französische Orpea-Gruppe. „Ich wollte damals beruflich etwas kürzertreten“, erklärt der heute 61-Jährige. Zumal keines seiner fünf Kinder ursprünglich in seine Fußstapfen treten wollte.

Doch das hat sich geändert. Tochter Anina hat ihre Berufswünsche geändert und inzwischen soziale Arbeit studiert. Zusammen mit der 25-Jährigen will Vater Hans-Jürgen jetzt noch einmal durchstarten – er als Geschäftsführer, sie im Sozialen Dienst. „Das Ziel ist es, dass meine Tochter in drei bis vier Jahren so weit ist, das Haus zu leiten.

Standort in Stockum sei ideal für ein Altenheim

Bungert ist sicher, dass der Standort in Stockum für ein Altenpflegeheim ideal ist. Einerseits sei man von dort aus rasch in Witten-Mitte, Bochum oder Dortmund, andererseits gebe es in Stockum zwar eine sehr gute Infrastruktur mit Geschäften und Ärzten, aber eben noch kein Altenheim. Pflegebedürftige aus dem Ort bekämen jetzt durch den Neubau die Möglichkeit, Hilfe zu bekommen, ohne ihre angestammte Heimat verlassen zu müssen. „Wir wollen ein Zuhause für die Senioren schaffen“, erklärt der Bauherr.

Das Heim solle ein offenes Haus voller Leben werden. „Wir wollen die Vereine und Nachbarn hereinholen.“ Dem Dortmunder schweben gemeinsame Aktionen mit Schule und Kita vor. „Jung und alt zusammen.“ Die Sportvereine könnten im Heim Angebote machen. Die Bereitschaft sei da, freut sich Bungert. Beim Richtfest habe es schon viele nette Kontakte gegeben. „Wir wurden mit offenen Armen empfangen.“

12 Millionen Euro investiert der Bauherr in das Objekt

12 Millionen Euro investiert der Bauherr in das Objekt. Es soll mit modernster Technik – beispielsweise Betten, die als Fallschutz bis auf Bodenniveau abgesenkt werden können – ausgestattet sein. Rund 60 Mitarbeiter sollen im Seniorenhaus angestellt werden. Bungert ist optimistisch, dass er die trotz des Pflegenotstands findet. „Wir haben unsere Mitarbeiter immer sehr wertgeschätzt. Das wird uns helfen, gute Kräfte zu finden.“

Ende 2018, so hieß es in ersten Schätzungen, könnte das Heim fertig sein. Das hat sich verschoben: Die Planung der Straße vor dem Neubau sei schwierig und langwierig gewesen, erklärt Bungert. Nach dem Richtfest gehe es jetzt aber mit dem Innenausbau gut voran. Für die altengerechten Wohnungen gebe es bereits viele Interessenten, aber auch für das Pflegeheim würden bereits Anmeldungen angenommen: 0231 9052926

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