Aktionsbündnis diskutiert mit Wittenern über Europas Zukunft

Das weiße Zelt war der Hingucker am Freitagmittag auf dem Berliner Platz. Dahinter steckte das Aktionsbündnis „European Public Sphere“, das alle Vorbeigehenden zu einer Diskussion über Europa in das Tipi einlud.

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Das weiße Zelt war der Hingucker am Freitagmittag auf dem Berliner Platz. Dahinter steckte das Aktionsbündnis „European Public Sphere“, das alle Vorbeigehenden zu einer Diskussion über Europa in das Tipi einlud.

Der englische Name des Aktionsbündnisses bedeutet „Europäische Öffentlichkeit“ aber auch „Europäische Halbkugel“ – was durch die halbrunde Form des Zeltes symbolisiert wurde. Rund 25 Menschen ließen sich dort auf Gespräche ein und diskutierten ihre ganz unterschiedlichen Meinungen zu Europa.

Gisela Schwarze (73) hatte sich erst gar nicht hinein getraut und war dann doch begeistert: „Es hat mich angeregt, dass ich mich selbst noch einmal mehr mit Europa befasse.“

Ein anderer Passant blieb lieber draußen, weil er „eine zu radikale Meinung“ habe, wie er sagte. Meint: den Austritt aus der EU und der Nato und den Abschied vom Euro. „Aber das kann man ja in so einer Runde gar nicht sagen.“

Doch genau diese Meinungsvielfalt wollen die Initiatoren der Aktion. „Alle beklagen immer, dass es keine europäische Öffentlichkeit gibt, sondern nur eine deutsche oder französische. Da haben wir uns gedacht, wir gründen einfach eine“, sagt Mitinitiator Daniel Schily. Dafür war das Aktionsbündnis mit dem Tipi schon in Wien, in Budapest und in vielen anderen europäischen Städten.

Im kommenden Jahr sollen dann alle Anregungen, Meinungen und Kritikpunkte an das Europäische Parlament in Straßburg weitergeleitet werden. Dass Witten als Standort ausgewählt wurde, steht im Zusammenhang mit der „European Conference“, die an diesem Wochenende an der Universität Witten/Herdecke stattfindet.

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