Europawahl

Abgerissene Plakate: AfD beschuldigt Wittener Piraten

Die Piraten wollten ihre Plakate (hier ein Bild vom Bahnhof) am Freitag (26.4.) auf der Ruhrbrücke in Witten-Herbede aufhängen, als sie nach Angaben von Fraktionschef Roland Löpke die abgerissen Plakate der AfD entdeckten.

Die Piraten wollten ihre Plakate (hier ein Bild vom Bahnhof) am Freitag (26.4.) auf der Ruhrbrücke in Witten-Herbede aufhängen, als sie nach Angaben von Fraktionschef Roland Löpke die abgerissen Plakate der AfD entdeckten.

Foto: Jürgen Theobald

witten.   Viele Wahlplakate werden laut AfD zerstört. Jetzt will sie einen Übeltäter auf frischer Tat ertappt haben, einen bekannten Piraten aus Witten.

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AfD-Kreisvorstandssprecher Matthias Renkel hat nach eigenen Angaben den Fraktionschef der Piraten angezeigt. Dieser sei auf frischer Tat erwischt worden, als er Plakate der AfD auf der Ruhrbrücke in Herbede abgerissen habe.

Renkel spricht von sechs Plakaten der AfD. „Es gibt Zeugen, die vorbeigefahren sind und gesehen haben, wie Herr Löpke die Plakate abgerissen hat“, sagt der AfD-Sprecher. Er zeigte sich empört. „Egal welche Partei es ist: Ich finde so etwas unheimlich undemokratisch.“ 95 Prozent der 400 AfD-Plakate seien kreisweit schon zerstört worden. Renkel: „Die hängen oft keine 24 Stunden.“

Pirat: Würde nie Plakate anderer Parteien beschädigen

Fraktionschef Roland Löpke wollte am Freitag eigenen Angaben zufolge 32 Plakate der Piraten auf der Brücke aufhängen. „Was ich nie machen würde: Plakate anderer entfernen oder beschädigen“, sagte er und verwies auf die demokratische Legitimation der Rechtspopulisten. Als er die eigenen um 11.30 Uhr befestigen wollte, seien die Plakate der AfD bereits abgerissen gewesen und hätten nass auf dem Boden gelegen. Löpke: „Als wir unsere Plakate aufhängten, war es ganz trocken. Wahrscheinlich wurden die der AfD nachts oder frühmorgens abgerissen.“

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