Gewerbeflächen

30 Firmen haben Interesse am Gewerbegebiet Drei Könige

Ein Foto, geschossen im Juli 2018, bei den Ausgrabungen im künftigen, neuen Wittener Gewerbegebiet Drei Könige. Das Bild zeigt Überreste der früheren Steinhauser Hütte.

Ein Foto, geschossen im Juli 2018, bei den Ausgrabungen im künftigen, neuen Wittener Gewerbegebiet Drei Könige. Das Bild zeigt Überreste der früheren Steinhauser Hütte.

Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services

Witten.   Großes Interesse am zukünftigen, neuen Gewerbegebiet Drei Könige. Rund 30 Firmen stehen auf der Bewerberliste. Vermarktung ab Mai/Juni.

Für das neue Gewerbegebiet Drei Könige nahe der Herbeder Straße gibt es deutlich mehr interessierte Firmen als Fläche zur Verfügung steht. „Derzeit sind es rund 30 Unternehmen. Der größte Teil ist aus Witten, aber unter den Interessenten sind auch Betriebe aus den kleineren Nachbarstädten im EN-Kreis“, so Anja Reinken, städtische Wirtschaftsförderin.

40.000 Quadratmeter misst die frühere Bahnfläche insgesamt. 3,1 Hektar, also 31.000 Quadratmeter, gibt es für Firmen-Ansiedlungen. Das Herbeder Unternehmen EK-Fahrzeugtechnik hat bereits öffentlich gemacht, dass es sich einen neuen Firmenstandort im Gebiet Drei Könige vorstellen kann. Auch ein bundesweit tätiges Logistikunternehmen steht auf der Bewerberliste. Dieses würde aber – für ein Verteilcenter – die Hälfte des zur Verfügung stehenden Geländes benötigen, betont Reinken.

Handwerker sollten Chance auf Erweiterung erhalten

Was die Wirtschaftsförderin – persönlich – nicht befürworten würde. Denn es gebe Handwerksfirmen in der Stadt, die hier ihre Gewerbesteuern zahlten, vor Ort Mitarbeiter beschäftigten und Witten sehr verbunden seien. „Diese Betriebe sollten eine Chance erhalten, sich in der Stadt zu erweitern.“

Die Verwaltung werde Kriterien für den Verkauf der Grundstücke im Gewerbegebiet Drei Könige erarbeiten. Mit diesen werden sich – in ihren nicht-öffentlichen Sitzungsteilen – der Ausschuss für Arbeit, Wirtschaft, Standortmarketing und Feuerschutz am 12. März sowie der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz am 14. März befassen. Anja Reinken: „Ich gehe davon aus, dass wir im Mai oder Juni mit der Vermarktung des Gewerbegebietes Drei Könige starten können.“

Anfang März Gespräche über archäologisches Fenster

Ob es auf dem Gelände ein archäologisches Fenster geben wird oder nicht, steht noch nicht fest. Anfang März wollen sich Vertreter der städtischen Verwaltung – auf Einladung von Stadtbaurat Stefan Rommelfanger – hierzu mit möglichen Partnern für ein solches Projekt treffen.

Dabei geht es um Fundamente von Puddelöfen, Schornsteinen und einer Walzstraße der einstigen Steinhauser Hütte (1855-1875), die Experten als sehr erhaltenswert einstufen. Baurat Rommelfanger hat sich bereits für ein Archäologiefenster ausgesprochen, das einen Blick in die Wittener Industriegeschichte ermöglichen soll. Er hatte jedoch betont, dass dies nur mit Hilfe anderer Träger und Förderer der Industriekultur im Ruhrgebiet zu realisieren sei.

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