Pop-Oratorium

250 Wittener singen für „Luther“

Dieter Falk probt mit 3000 Sängern in der Essener Grugahalle. Der Komponist schrieb zusammen mit Michael Kunze das „Luther“-Musical.

Dieter Falk probt mit 3000 Sängern in der Essener Grugahalle. Der Komponist schrieb zusammen mit Michael Kunze das „Luther“-Musical.

witten.   Im September kommt das große Pop-Oratorium über den Reformator inden Saalbau. Karten sind heiß begehrt.

Im Luther-Jahr zum Reformationsjubiläum hat sich die Wittener Stiftung Creative Kirche etwas Besonderes ausgedacht. Das gigantische Musical „Luther“ tourt quer durch Deutschland und zeigt das Leben des Reformators, vom päpstlichen Bann über die Flucht auf die Wartburg bis zur Bibelübersetzung.

In Stadien und Konzerthallen haben schon über 100 000 Menschen das Pop-Oratorium gesehen. Im September feiert „Luther“ sein Heimspiel im Saalbau. Mit dabei sind neben Orchester und Musical-Darstellern auch Chorsänger aus Witten und der Region.

Mit „nur“ 250 Chormitgliedern ist die „Luther“-Aufführung in Witten fast ein gemütliches Hauskonzert. „Teilweise standen wir schon mit über 3000 Chorsängern auf der Bühne“, sagt Ralf Rathmann von der Creativen Kirche. Bei noch mehr Mitwirkenden würde es auch ganz schön eng im Saalbau werden.

Seit Monaten üben Wittener Hobbysänger die „Luther“-Lieder ein. Viele Chöre des Kirchenkreises Hattingen-Witten sind dabei. Aber auch Einzelsänger haben sich angemeldet. „Einige haben zum Bespiel schon in der Dortmunder Aufführung mitgesungen. Dadurch mischen sich neue und erfahrene Sänger“, so Ralf Rathmann. „Der Chor ist eindeutig der Star des Pop-Oratoriums.“ Eine erste Gesamtprobe mit allen Sängern gab es bereits im April.

Noch Karten für die Generalprobe

Bis zum 23. und 24. September muss alles sitzen, denn dann finden die drei Aufführungen im Saalbau statt. Der Andrang war so groß, dass jetzt schon alle Karten verkauft sind. „Wir freuen uns natürlich sehr, dass ,Luther’ nicht nur in den großen Hallen so erfolgreich ist“, sagt Ralf Rathmann. In Witten wird das Ganze etwas intimer. „Das ist spannend, weil die Zuschauer viel näher am Chor und an den Darstellern dran sind.“

Für alle, die noch keine Karte haben, hat die Creative Kirche eine gute Nachricht. Am 23. September gibt es im Saalbau noch eine öffentliche Generalprobe mit Chor, Orchester und Sängern.

Das Musical gehört zu den Höhepunkten des Wittener Lutherjahrs. „Es geht im Reformationsjahr nicht um trockenen Geschichtsunterricht“, sagt Kirchenkreissprecherin Nicole Schneidmüller-Gaiser. „Vielmehr wollen wir Luther in unsere Zeit holen.“

Dem poppig-modernen Musical gelingt das sehr gut. Aber der Kirchenkreis hat bis zum Reformationsjubiläum am 31. Oktober noch mehr geplant. Am 9. September veranstaltet die evangelische Jugend zum Beispiel eine Lichternacht im Lutherpark. „Es wird dort Musik von Jugendbands und einen Parcours aus Lichtern geben“, verrät Schneidmüller-Gaiser. Am Reformationstag selbst ist ein großes Public Viewing geplant. Auf der Leinwand wird dann nochmal das „Luther“-Musical zu sehen sein, wenn es mit 4000 Chorsängern in Berlin gastiert.

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