Kindertagesstätten

167 Wittener Kinder haben noch keinen Kitaplatz

Die Kita Augustinchen in der Wittener Augustastraße wurde Mitte Juli geschlossen. Unser Foto entstand beim Abschiedsfest. Es gibt Überlegungen, in den Räumlichkeiten zwei Großtagespflegestellen unterzubringen.Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services;

Die Kita Augustinchen in der Wittener Augustastraße wurde Mitte Juli geschlossen. Unser Foto entstand beim Abschiedsfest. Es gibt Überlegungen, in den Räumlichkeiten zwei Großtagespflegestellen unterzubringen.Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services;

Witten.   Für 167 Kinder gibt es in Witten derzeit noch keinen Kitaplatz. 25 von ihnen müssen schnell untergebracht werden.

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Am ersten August hat offiziell das neue Kindergartenjahr bekommen. Für 167 Jungen und Mädchen gibt es in Witten bislang noch keinen Kitaplatz, heißt es von der Stadt. Von den noch Unversorgten hätten 25 Kinder einen „dringenden Bedarf“, so Petra Klein, Leiterin der Abteilung Schule und Kindertageseinrichtungen.

Von den 167 Kindern, die bislang leer ausgegangen sind, ist rund jedes dritte unter drei Jahre alt. Die Stadt möchte mit verschiedenen Maßnahmen versuchen, das Platz-Problem zu lösen. „Wir können Überbelegungen an Einrichtungen organisieren. An der Kita Wemerstraße gibt es noch zehn freie Plätze“, so Klein. Auch die Erweiterung der Kita Vormholz um eine zusätzliche Gruppe werde geprüft. Ebenso werde über eine Versorgung durch Tagesmütter nachgedacht. Petra Klein: „Aber wir wissen, dass viele Eltern ihre Kinder am liebsten in eine Kita geben.“

Großtagespflegestellen in Augustastraße geplant

Geprüft wird von der Stadt derzeit noch die Einrichtung von zwei sogenannten Großtagespflegestellen in den Räumlichkeiten der ehemaligen Kita Augustinchen. Hier könnten laut Klein dann 18 Kinder unterkommen, die von Tagesmüttern oder -vätern betreut werden. „Eine Großtagespflegestelle darf maximal neun Kinder aufnehmen.“ Das Augustinchen ist eine ehemalige Kindertagesstätte der Johannis-Kirchengemeinde. Sie wurde Mitte Juli geschlossen.

Eine notwendige Sanierung der Einrichtung war mit bis zu anderthalb Millionen Euro beziffert worden. Die Umbauarbeiten für zwei Großtagespflegestellen könnten von der Stadt bezuschusst werden, betont Petra Klein.

Kita an der Marienstraße soll im März 2018 öffnen

Im März 2018 soll eine neue Kita an der Marienstraße ihren Betrieb aufnehmen. Die Stadt ist Bauherr, Träger wird die Arbeiterwohlfahrt sein. Die neue Tagesstätte wird Platz für bis zu 82 Kinder bieten. Klein: „45 Jungen und Mädchen, die jetzt noch auf unserer Warteliste stehen, werden hier untergebracht.“

Man sei bemüht, den 25 Kindern, die einen dringenden Bedarf haben und über die ganze Stadt verteilt leben, so rasch wie möglich zu einem Platz zu verhelfen – möglichst nah an deren Zuhause. Klein: „Andere noch Unversorgte werden sich jedoch noch einige Monate gedulden müssen.“

Wachsender Versorgungsbedarf bei unter Dreijährigen

Insgesamt werden derzeit rund 3400 Kinder in Wittener Kitas betreut. „Es gibt einen wachsenden Versorgungsbedarf bei den unter Dreijährigen“, stellt Petra Klein fest. „Derzeit besucht von dieser Altersgruppe jedes dritte Kind eine Kindertagesstätte, künftig könnte es jedes zweite sein.“

Zurzeit hat Witten 56 Kindertageseinrichtungen, 13 davon entfallen auf den Trägerverbund des evangelischen Kirchenkreises. Die Awo EN ist Träger von acht Kindertageseinrichtungen in der Stadt.

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