Energie

Wohl keine Chance auf einen neuen Windpark in Schermbeck

Ein weiterer Windpark in Schermbeck hat zurzeit schlechte Karten.

Ein weiterer Windpark in Schermbeck hat zurzeit schlechte Karten.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Schermbeck.  Der Klimanotstand in Schermbeck kommt zumindest nicht so, wie es im SPD-Antrag formuliert ist. Viele stören sich an dem Begriff Notstand.

Die Gemeinde Schermbeck wird nicht in der kommenden Ratssitzung am 10. Juli den Klimanotstand ausrufen. Auch in Hamminkeln und von den Kreis-Linken gibt es entsprechende Anträge - wir berichteten.

Zwar diskutierte der Planungs- und Umweltausschuss am Mittwoch über den Antrag der SPD diesen „Notstand“ zu erklären, doch letztlich waren sich die Ausschussmitglieder darin einig, nicht darüber abzustimmen, sondern einige Formulierungen zu überarbeiten.

Unter anderem störten sich mehrere Redner an dem Begriff „Notstand“, den auch Manuel Schmidt (SPD) selbst als „zu brachial“ bezeichnete.

Der Sozialdemokrat stimmte einer Verschiebung der Abstimmung ebenfalls zu – seine Begründung: „Wir haben nicht die zeitliche Not.“

Unter anderem schaltete sich auch Bürgermeister Mike Rexforth in die Diskussion ein. Er stellte allerdings klar: „Unser Klimaschutzkonzept gibt uns bereits Handlungsanweisungen. Wir haben gute Entscheidungen im Sinne des Klimaschutzes getroffen, einige Punkte gehen mir aus Sicht der Verwaltung in dem SPD-Antrag aber zu weit, sonst dürften wir in neuen Baugebieten nur noch Holzhäuser erlauben.“

Bürgermeister spricht von „großer Verunsicherung“

Für Irritationen hatte in den vergangenen Wochen das Vorgehen einer Firma aus Rheinland-Pfalz gesorgt, die die Eigentürmer einiger Flächen in Bricht angesprochen hatte, mit dem Ziel, dort eventuell den „Windpark Schermbeck-Friemshof“ aus drei Windkraftanlagen zu planen.

Bürgermeister Rexforth sprach von einer „großen Verunsicherung“, da der Flächennutzungsplan (FNP) dem entgegenstehe und auch keine Änderung in Sicht sei. Dabei geht es um Naturschutz-Aspekte.

„Wenn wir nicht wollen, wird nichts passieren“, versicherte Rexforth. Und: Er sehe keinen Anlass den FNP zu lockern.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben