Karneval

Wesel: So wurde bei der Herrensitzung der Pinguine gefeiert

Die Zippchensfunken Grün-Weiß beim Einmarsch in der Niederrheinhalle, in der die Herrensitzung der „Pinguine“ zum elften Mal gefeiert wurde.

Die Zippchensfunken Grün-Weiß beim Einmarsch in der Niederrheinhalle, in der die Herrensitzung der „Pinguine“ zum elften Mal gefeiert wurde.

Foto: Erwin Pottgiesser

Wesel.  Zum elften Mal waren die „Pinguine“ aus der Nachbarstadt Dinslaken zur „Original Herrensitzung“ in die Niederrheinhalle in Wesel gekommen.

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An den Tischen der Niederrheinhalle herrschte dichtes Gedränge. Clubs, Vereine, Freundeskreise und Fans der Dinslakener „Pinguine“ hatten sich versammelt, um ihre Herrensitzung zu feiern. „Von Jahr zu Jahr werden es immer mehr Besucher“, meinte Jörg Köster, Vorsitzender des Vereins.

„Wir sind mittlerweile zu einer großen Pinguin-Familie zusammengewachsen, denn der Freundeskreis reicht weit über die Kreisgrenze hinaus.“

Redner zu Beginn der Sitzung

Nach dem Einzug der Herren mit ihren Fräcken und Zylindern und der „Pinguin-Hymne“ konnte es auch schon losgehen. Ein Programm der Extraklasse mit Spitzenstars aus dem Karneval folgte. Gleich zu Anfang gab es erst einmal etwas Training für die Lachmuskeln. Eine gute Idee war es, die Redner gleich an den Anfang der Sitzung zu setzen. Das brachte mehr Aufmerksamkeit.

Büttenredner Manni, der Rocker, warnte die Jecken vor Alkoholkontrollen. Gerade sei er noch in eine geraten und habe erst einmal seine Brille abgenommen, denn auf diese Weise hatte er schon einmal zwei Gläser weniger. Auch sonst hatte er tolle Sprüche drauf.

Sprachprobleme und Redewendungen

Beim zweiten Redner ging es um Sprachprobleme und Redewendungen in der deutschen Sprache. John Doyle ist wohl vielen als Comedian bekannt. Der lustige US-Amerikaner mit seinem roten T-Shirt und roter Kappe war aber schon mal besser aufgelegt. Seine Redezeit war extrem kurz.

Viel Musik gab es an diesem Morgen. Mit dabei: Die „Drummerholics“, eine großartige Trommlergruppe, die akkurat ihre Trommelstöcke wirbeln ließen. Als die Kölner Gruppe „De Fründe“ angekündigt wurde, konnte es nur heißen – Mitsingen und Feiern! Sie spielten frei nach dem Motto „111% Kölsch“. Mit Liedern wie „Hallelujah“ oder Hits von den Bläck Föös und Casalla heizten sie den Saal richtig ein. Die Party konnte losgehen. Die Mitglieder des Narrenkomitees machten fröhlich mit.

Eine Art „Muppet-Show in Extase“

Die „Dolls Company“ war grandios. Hierbei handelte es sich nicht um ein Puppentheater, sondern um eine Art „Muppet-Show in Extase“. Laufen, Springen, Tanzen. Toben da Marionetten oder sind das Menschen, die die Bühne in ein Chaos aus Bewegungskunst, Musik und Komödie verwandelten? Die Lösung: Die drei Puppen wurden von Gerd und Dustin Waree in einer Weltklasse-Leistung bewegt.

Apropos Bewegung und Tanz: Zwei extrem gute Tanzgruppen gaben ebenfalls ihr Stelldichein. Aus Köln kamen die „Zippchensfunken Grün-Weiß“, ein gut 40-köpfiges Tanzcorps, die erstmals in Wesel gastierten und zu traditionsreichen Medleys kölscher Lieder eigens arrangierte Tänze zeigten. Auch die „Ruhrgarde“ zeigte ihre neuesten Showtänze. Eine Augenweide und klasse Leistungen!

Zum elften Mal die Herrensitzung in Wesel

Zwischen den jeweiligen Programmpunkten durfte natürlich eins nicht fehlen - das Fragezeichen. Dieses Mal war es Magda, die als „Nummerngirl“ immer mehr an Kleidung verlor. Den Schlusspunkt des hervorragend organisierten Programms setzte das Mallorca-Sternchen „Ina Colada“ mit ihren Schlagern. Bis in den späten Nachmittag hinein feierten die Männer dann noch weiter.

  • Das 1. Dinslakener Narrenkomitee „Die Pinguine“ wurde 1979 nach dem Besuch einer Herrensitzung des „Närrischen Rates“ in Dortmund gegründet. In diesem Jahr feiern sie 40-jähriges Bestehen und zum elften Mal die Herrensitzung in Wesel.

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