Hundesport

Wesel: Rasantes Agility-Turnier für Hund und Mensch

Beim Hundesportturnier in Wesel bilden Hund und Besitzer ein Team.

Beim Hundesportturnier in Wesel bilden Hund und Besitzer ein Team.

Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Rund 100 Teilnehmer kamen am Wochenende auf den Platz des Hundespiel- und Sportvereins. Die sportlichen Teams starteten in vier Klassen.

Üblicherweise ist es am Wochenende ruhig in Gewerbegebieten, beinahe ausgestorben. Nicht so am Sonntag am Lippeglacis – denn der HSSV (Hundespiel- und Sportverein) Wesel hatte zum Agilityturnier geladen. Dazu reisten 100 Teilnehmer mit ihren vierbeinigen Teampartnern aus Wesel und zahlreichen anderen Städten und Kreisen an.

Ein erstes Anzeichen für die wachsende Beliebtheit der vitalen Hundesportart. Auf der Vereinsanlage erwarteten Besucher und Teilnehmer auch ein Stand mit allerlei Hundezubehör und eine große Auswahl an Salaten, Kuchen, Gegrilltem und Getränken. Doch im Fokus stand natürlich der abgesteckte Parcours in der Mitte des Platzes.

Hunde müssen mindestens 18 Monate alt sein

Hier starteten die sportlichen Duos im Agility in den vier Leistungsklassen A0, A1, A2 und A3. Außerdem wird nach Größen unterschieden: Die kleinen Hunde springen über 30 Zentimeter hohe Hürden, mittlere Hunde müssen 40 Zentimeter überwinden und die Großen nehmen es mit 60 Zentimetern auf. Claudia Niedrich, 2. Vorsitzende des HSSV, erklärte die Voraussetzungen: „Um ein Turnier zu laufen, muss der Hund mindestens 18 Monate alt sein. Je nach Trainingsstand kann er dann in den Klassen aufsteigen – es kommt viel darauf an, was der Hundeführer daraus macht.“

Ansonsten ist jeder gesunde Hund geeignet. Vom Australian Sheperd über Golden Retriever bis hin zum Jack Russell oder Chihuahua war alles vertreten. In der schwierigsten Klasse, A3, werden alle möglichen Hindernisarten wie Slalom, Steg, Wand, Wippe, Sprung, Tunnel und vieles mehr eingebunden.

Der Reiz des Sports liegt in der Geschwindigkeit

In der niedrigsten Klasse A0 gibt es hingegen weder Slalom noch Wippe. Zwischen zwei Hindernissen müssen dabei zwischen fünf und sieben Meter liegen, am Sonntag bestand der Parcours zumeist aus 23 verschiedenen Hindernissen. Bewertet wurden die sportlichen Duos von Richter Christoph Gotthardt vom Deutschen Sporthundeverband (DSV). Gotthardt betreibt selbst seit 20 Jahren aktiv Hundesport, seit 11 Jahren ist er als Richter dabei.

Er erzählte: „Die Begeisterung für den Sport liegt in der Geschwindigkeit, aber besonders in der Teambildung mit dem Hund. Man muss gut zusammenarbeiten: Der Mensch muss klare Signale senden und der Hund aufmerksam auf jede kleinste Bewegung reagieren.“ Das galt besonders für die zweite Disziplin des Tages, das sogenannte „Jumping“: Agility ohne Kontaktzonen, also völlig auf Tempo ausgelegt. Eine rasante Angelegenheit, bei der man mitfiebert – für Hund, Herrchen oder Frauchen.

>>Hundesportverein freut sich über Zuwachs

Der HSSV hat eine eigene, gemischte Agility-Gruppe, die jeden Montag um 19 Uhr auf dem Platz trainiert und sich über Zuwachs freut. Auch Teams ohne Turnierambitionen sind herzlich willkommen. Mehr Informationen dazu finden Interessierte im Internet unter www.hssvwesel.de

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