Gehölzpflege

Wesel: Freie Sicht nach Fällungen an der Reeser Landstraße

Hier war der Bewuchs bis vor wenigen Tagen deutlich dichter.

Hier war der Bewuchs bis vor wenigen Tagen deutlich dichter.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Wesel.  Wenn Bäume gefällt werden, und das ist momentan vielerorts so, wird das oft kritisch gesehen. Straßen NRW beruft sich auf die Verkehrssicherheit.

Es ist licht geworden auf der Reeser Landstraße zwischen der Alten Delogstraße und dem Herzogenring. Seit Dienstag hat hier der Landesbetrieb Straßen NRW Bäume und Sträucher gekappt. NRZ-Leser Norbert Meesters spricht von einem Radikalschnitt. Er versuchte in der Angelegenheit einen Ansprechpartner beim Landesbetrieb ans Telefon zu bekommen – ohne Erfolg.

Betroffen ist die bislang rundum zugewachsene Mittelinsel, die die Doppelfahrbahnen hier trennt. Clemens Lenzen, beim Landesbetrieb für Baumkontrollen und Gehölzpflegemaßnahmen am Niederrhein zuständig, kennt die Sicht der Menschen, die an solchen Stellen ständig vorbeikommen. In solch hoch frequentierten Bereichen würden die Arbeiten immer intensiv beäugt.

Motorradfahrer von Baum erschlagen

Dabei versichert er, dass es hier ausschließlich um die Verkehrssicherheit gehe und erinnert an einen Unfall, der kürzlich in Gummersbach passiert ist. Dort wurde ein Motorradfahrer von einem Baum erschlagen.

Die Straßenmeisterei Voerde habe die Pflege der Gehölzstreifen an der Reeser Landstraße in Wesel übernommen. Und die seien mit allen Umweltverbänden und Behörden abgestimmt worden.

Alle zehn Jahre sei eine solche Maßnahme wünschenswert, was aber längst nicht überall der Fall ist. Er kenne Bereiche, in denen seit 50 Jahren nichts angepackt wurde.

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