Technik

Vor zwei Jahrzehnten ging wesel.de online

Damit alle vom Internet profitieren, ist der Breitbandausbau enorm wichtig.

Damit alle vom Internet profitieren, ist der Breitbandausbau enorm wichtig.

Foto: Gerd Hermann / FFS FUNKE Foto Services

Wesel.   Damals gab es nur einen Internetzugang im gesamten Weseler Rathaus. Heute können viele Dinge rund um die Uhr im Netz erledigt werden.

Am 1. Juni ist es genau 20 Jahre her, dass die Stadt Wesel ihre Internetseite www.wesel.de online freigeschaltet hat. Kaum zu glauben, aber bis dahin gab es im Rathaus nur einen einzigen Zugang ins World Wide Web. Und auch privat konnten nur die wenigsten einen Blick in die schöne neue Onlinewelt wagen. 20.000 Haushalte sollen damals im Kreis Wesel über einen Internetanschluss verfügt haben, das sind gerade einmal zehn Prozent.

4,5 Millionen Nutzer

Heute ist ein Leben ohne Internet kaum noch vorstellbar. Internetseiten werden immer weiter entwickelt, um möglichst viele Nutzer zu begeistern. Auch die Stadt Wesel, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten 4,5 Millionen Nutzer auf ihrem Auftritt begrüßte, arbeitet gerade wieder an einem so genannten Relaunch. Dabei soll der Fokus noch stärker als bislang auf städtische Dienstleistungen gerichtet werden. Ende des Jahres, schätzt Markus Scholten, ist wesel.de noch nutzerfreundlicher. Schon jetzt ist die Beantragung von Wahlscheinen, Urkunden des Standesamtes und vieles andere mehr rund um die Uhr möglich. Auch wer seinen Hund an- oder abmelden möchte, hat die Möglichkeit dazu. Vor allem Menschen, die zeitlich und räumlich eingeschränkt sind, helfen die elektronischen Dienstleistungen und ersparen den Gang ins Rathaus.

Kostenloser Zugriff auf Datensätze

Zudem gibt es seit 2015 offene Daten, auch Open Data genannt. Auf diese Datensätze können die Bürger kostenlos zugreifen und sie sich herunterladen. Damit werde Verwaltungshandeln transparent gemacht, so die Stadt.

In den zurückliegenden 20 Jahren hat sich technisch viel getan, was sich auch auf das Verhalten der Nutzer auswirkt. Wurde anfangs in der Regel per Computer oder Laptop auf die Internetseiten gegangen, sind es jetzt vor allem mobile Endgeräte, die mit Android oder IOS (Apple) betrieben werden. Das stellt auch die Stadt vor besondere Herausforderungen, müssen die Inhalte doch auch auf diesen Geräten optimal nutzbar sein.

Übrigens sind nicht nur die Weseler auf den Seiten ihrer Stadt unterwegs, nein, die ganze Welt wagt immer wieder mal einen Blick auf das Angebot. So wurden schon Besucher aus Singapur, Brasilien, Nigeria, Mosambik, Taiwan, Moldawien oder Mexiko beim Surfen registriert.

Hunderte Unterseiten

Dabei wächst der Auftritt ständig weiter. Inzwischen gibt es hunderte städtische Unterseiten und mehrere tausend Mitteilungen und Bekanntmachungen, die auf wesel.de veröffentlicht wurden.

Ein Video auf Youtube

Ob demnächst auch andere Kanäle von der Stadt Wesel bespielt werden? Facebook soll erst dran sein, wenn es eine neue Rechtsprechung gibt oder der Anbieter seine Plattform technisch datenschutzkonform nachbessert. Der Datenschutz ist in diesem Bereich ohnehin das große Thema. Immerhin hat die Stadt ein Video auf Youtube veröffentlicht. Es zeigt den künftigen Verlauf der Südumgehung...

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