Brauchtum

Viele Osterfeuer in Hamminkeln - familiär und erwärmend

Feuriges Foto: Patrice Kampmann, Vivian Fink, Susanne Kampmann, Marian Meierkord (von links) lichten sich per Selfie-Stick ab.

Feuriges Foto: Patrice Kampmann, Vivian Fink, Susanne Kampmann, Marian Meierkord (von links) lichten sich per Selfie-Stick ab.

Foto: Gerd Hermann

Hamminklen.   In mehreren Hamminkelner Ortsteilen wurde das Oster-Brauchtum bei idealem Wetter gerne angenommen. Am Feuer herrschte fast Volksfeststimmung.

Traditionelle Bräuche gehören für die meisten Menschen zum Osterfest dazu. So auch für zahlreiche Hamminkelner, die am Samstagabend die große Wiese am Mühlenrott aufsuchten, um sich zum jährlichen Osterfeuer der Jungschützen zu versammeln.

Dabei ergab sich eine regelrechte Pilgerwanderung, bei der mehrere hundert Hamminkelner zum Feuer liefen oder fuhren, um gemeinsam mit Freunden und Familie in das Osterwochenende zu starten – viele von ihnen kamen schon weit vor Entzündung des Feuers.

Genau das mache nämlich den Charme der Veranstaltung aus, fand Nicole Hörmedinger. Wie viele andere war sie mit ihrem Mann und ihren Kindern da und schätzte „das nette Beisammensein“: „Wir waren die letzten Jahre auch schon hier, wohnen nicht weit weg. Es ist schön, dass es so nah an unserem Zuhause liegt und dass es für alle offen ist. Man trifft sich und kennt sich untereinander.“

Alteingesessene Hamminkelner und Zugezogene

Daniel Schnelting, Pressewart der Hamminkelner Jungschützen, bestätigte dies: „Das Besondere hier ist vor allem das Familiäre und die Mischung aus alteingesessenen Hamminkelnern und Zugezogenen aus dem Neubaugebiet.“

Doch nicht nur die leichte und zumeist kurze Anfahrt war ein Vorteil der Wiese, auf der seit etwa zehn Jahren gefeiert wird. Hier gab es auch keine Gefahr, einen Wald in Brand zu setzen, denn der nächste ist weit entfernt – ein wichtiger Punkt, gerade bei der aktuell wieder vorherrschenden Trockenheit.

Denn schon kurz nach dem Entzünden des riesigen Haufens aus Geäst und Stämmen um 19.30 Uhr durch den amtierenden Kaiser Christian Schaffeld brannte das Osterfeuer lichterloh und heizte den Besuchern kräftig ein.

Bei herrlichen, frühsommerlichen Temperaturen erlebten die Gäste so einen traumhaften Sonnenuntergang und Abend am Feuer.

Dafür gab es laut Daniel Schnelting nur eine mögliche Erklärung, wie er grinsend erläuterte: „Da war der Wettergott wohl mal wieder Jungschütze.“ Oder ihnen zumindest gut gesonnen, denn auch der Wind stand günstig, sodass der Rauch nicht in Richtung des Wohngebietes zog.

Gegrilltes und kalte Getränken für die Besucher

Rund um das Feuer wurden Bänke und Tische aufgestellt, für das leibliche Wohl wurde mit Deftigem vom Grill und kalten Getränken gesorgt.

Die vielen jüngeren Besucher des Feuers konnten auf dem weitläufigen Gelände toben und spielen oder sich am eigens eingerichteten, kleineren „Kinderfeuer“ zum Stockbrot-Backen niederlassen – eben ein rundum gelungener Osterfeuerabend für die ganze Familie.

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