Fehlalarme

Stiftung Lühlerheim muss Feuerwehr Schermbeck voll bezahlen

 Die Freiwillige Feuerwehr Schermbeck (hier bei einer Übung).

Die Freiwillige Feuerwehr Schermbeck (hier bei einer Übung).

Foto: Markus Joosten / FFS

Schermbeck.  Schermbecker Haupt- und Finanzausschuss ist mehrheitlich gegen eine Kostenreduzierung bei Fehlalarmen, wie die Stiftung es wünscht.

Die Evangelische Stiftung Lühlerheim muss in voller Höhe für die kostenpflichtigen Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Schermbeck aufkommen. Dies entscheid der Schermbecker Haupt- und Finanzausschuss (HFA) nach kurzer, aber lebhafter Diskussion. Wie berichtet, hatte die Einrichtung um eine Reduzierung der Kosten von 8.529,13 Euro gebeten, die wegen fünf Fehlalarmen von der Gemeinde in Rechnung gestellt worden waren.

Soziale Verantwortung solcher Einrichtungen betont

Die Verwaltung hatte sich im Vorfeld klar für eine Ablehnung dieser Bitte ausgesprochen, in der Sitzung betonten Klaus Roth (BfB-Fraktion), Ulrike Trick (Grüne) und auch Michael Fastring (SPD) die soziale Verantwortung, die Einrichtungen wie das Lühlerheim, aber auch das Marienheim und Haus Kilian einnehmen.

Mit Blick auf die von Bewohnern verursachten Fehlalarmen sagte Trick: „Man kann eine soziale Einrichtung wie das Lühlerheim nicht mit Firmen und Unternehmen vergleichen, daher sollten wir über einen Sozialtarif nachdenken.“

Für die CDU kommentierte Klaus Schetter: „Dieser Faktor steckt schon in den Pflegesätzen drin – die Einrichtungen bekommen da auch Geld für.“

Bei der Abstimmung votierten dann CDU, SPD sowie Thomas Heiske für die Ablehnung des Lühlerheim-Antrags zur Kostenreduzierung der Einsätze – Trick und Roth unterstützen ihn.

10.000 Euro für die Kulturstiftung „Landhelden“

Per Dringlichkeitsentscheidung gewährte der HFA mehrheitlich den Zuschuss von 10.000 Euro an die Kulturstiftung Schermbeck („Schermbecker Landhelden“) für das laufende Jahr 2019. Auch sprach sich der Ausschuss – gegen die Stimmen von Roth, Heiske und Trick – dafür aus, künftig jährlich diese 10.000 Euro zu gewähren.

Mehrheitlich beschlossen wurde, den neuen Leiter der Kulturstiftung, Marcell Oppenberg, zu bitten, im Ausschuss über das Jahr 2019 zu berichten und einen Ausblick auf 2020 zu geben.

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