Gastronomie

Schermbecker Landhotel gehört zu besten Restaurants in NRW

Das Schermbecker Landhotel Voshövel findet sich jetzt im Gourmetführer „Gault&Millau“ wieder.

Das Schermbecker Landhotel Voshövel findet sich jetzt im Gourmetführer „Gault&Millau“ wieder.

Foto: Carsten Muck

Schermbeck.  Der Gourmetführer „Gault&Millau“ hat erstmals das Landhotel Voshövel bewertet. Das Küchenteam um Koch Christian Penzhorn erreichte 14 Punkte.

Die Kochkünste des Küchenteams vom Schermbecker Landhotel Voshövel kamen jetzt auf den Prüfstand: Die oft scharfzüngigen Tester des Gourmetführers „Gault&Millau“ bewerteten 144 Restaurants in Nordrhein-Westfalen. Im Vergleich zur Vorjahresausgabe wurden 28 Restaurants neu aufgenommen und 51 „langweilig gewordene“ gestrichen.

Zu den erstmals bewerteten Lokalen zählt nun auch das Landhotel Voshövel im Schermbecker Ortsteil Weselerwald, das beachtliche 14 Punkte erreichte.

„Ein Riesending für unsere 17 Leute in der Küche mit Christian Penzhorn als Küchenchef an der Spitze, die kontinuierlich jeden Abend rund 120 Gästen ein täglich wechselndes Vier-Gänge-Menü zubereiten“, freut sich Voshövel-Inhaber Christopher Klump.

Gault&Millau urteilt nach dem französischen Schulnotensystem von 0 bis 20 Punkten. Tatsächlich vergeben werden Noten ab 11 Punkten (für „durchschnittliche Küche“) bis hin zu 19,5 Punkten als „Höchstnote für die weltbesten Restaurants“. Die eigentliche Höchstnote 20 wird im deutschsprachigen Raum – ganz im Sinn der Gründer Henri Gault (1929–2000) und Christian Millau (1928–2017) – nicht vergeben, weil nach deren Überzeugung nur der liebe Gott, aber kein Mensch Vollkommenheit feststellen könne...

Die Höchstnote ist fast unerreichbar

In der Geschichte des Gourmetführers wurde die Höchstnote bisher erst zweimal vergeben: an das Restaurant des Franzosen Marc Veyrat und das des Niederländers Sergio Herman. Neben den Punkten werden Kochmützen (in Österreich „Hauben“ genannt) vergeben; bei 13 und 14 Punkten erhält das Restaurant eine Mütze, bei 15 und 16 Punkten zwei, bei 17 und 18 Punkten drei und ab 19 Punkten vier Mützen. In Österreich wird ein im Gault&Millau ausgezeichneter Koch „Haubenkoch“ genannt.

Tester kommen unangemeldet

Diese Bezeichnung hat dort einen ähnlichen Stellenwert wie die in Deutschland verbreitete Bezeichnung „Sternekoch“ für einen Koch, der mindestens einen Michelin-Stern erhalten hat. Die vergebenen Punkte (und Kochmützen) würdigen ausschließlich die Köche und ihre Küchenleistungen.

„Der Gault&Millau ist der ehrlichste Restaurant-Test auf der Welt“, sagt Christopher Klump. „Die Tester kommen unangemeldet und sind nicht erkennbar“, so der Inhaber. Deshalb müsse man jeden Gast bestmöglich bedienen.

Teller als Botschafter

„Jeder Teller ist ein Botschafter. Mit dieser Auszeichnung wird somit auch unsere Kontinuität belohnt“, ergänzt der Voshövel-Chef, der allerdings auch sagt: „Man braucht eigentlich keinen Stern, um eine gute Küche zu bieten. Unsere Gäste schätzen, dass die Küche lecker, frisch und regional ist.“

>>> VIER-STERNE-HOTEL MIT DIVERSEN GOURMET-EMPFEHLUNGEN:

Schon im Jahr 1872 begann die Geschichte des Landhotels Voshövel am schönen und flachen Niederrhein. „Unsere Urgroßeltern bauten hier in Schermbeck eine Ausflugsgaststätte an einem Hügel. Genauer gesagt: an einem Fuchshügel. Niederrheinisch: Voshövel“, erklären die Inhaber.

Heute ist der Voshövel ein mehrfach ausgezeichnetes Vier-Sterne-Hotel. „Dieses Hotel gehört zu den besten in Deutschland“, schreibt der Feinschmecker, das führende Gourmet-Magazin. Der Voshövel ist außerdem ein Michelin-Tipp für den Niederrhein und das Ruhrgebiet.

Mehr zum Thema

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben