Rettungsdienst

Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Wesel vor dem Start

Foto: Kusch dpa / Ja

Kreis Wesel.  Lange ist der neue Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Wesel diskutiert und kritisiert worden. Jetzt zeichnet sich Einigkeit ab.

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Der neue Rettungsdienstbedarfsplan erhält breite Zustimmung bei den Kreistagsfraktionen. Der Ausschuss für Verkehr, Rettungswesen und Ordnungsangelegenheiten hat den Entwurf jetzt einstimmig befürwortet. Laut Lars Rentmeister, der im Verwaltungsvorstand für den Rettungsdienst zuständig ist, hatten die kreisangehörigen Städte und Gemeinden die Möglichkeit, Stellungnahmen zum Rettungsdienstbedarfsplan einzureichen. Das ist jetzt geschehen.

Erfahrungen sollen ausgewertet und neu beurteilt werden

Verschiedentlich wurde dabei gefordert, die Einsatzdaten zu bewerten (Evaluation). Die Kreisverwaltung hat einen entsprechenden Beschlussvorschlag für den Kreistag vorgelegt, der im Ausschuss noch präzisiert wurde: Sämtliche Veränderungen, die sich aus dem neuen Rettungsdienstbedarfsplan ergeben, sollen nach einem aussagekräftigen Bewertungszeitraum unter gutachterlicher Begleitung überprüft werden.

„Der http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/226289623Evaluationszeitraum wird aber nicht in jedem Fall gleich sein“, erklärte Rentmeister, „in Rheinberg und Xanten betrachten wir bestehende Strukturen, entsprechend können wir dort sofort beginnen. In anderen Bereichen – etwa in Voerde, wo eine neue Wache entstehen soll – müssen beschlossene Veränderungen erst umgesetzt werden, bevor eine Evaluation Sinn macht.“

http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/226269801Daher hat der Ausschuss empfohlen: Ab Inkrafttreten des Rettungsdienstbedarfsplans beginnt ein Auswertungszeitraum von einem Jahr für die Notarzteinsätze an den Standorten Rheinberg und Xanten hinsichtlich der Fälle und der Kosten, die dadurch entstehen.

Spätere Änderungen sind möglich

Zusätzlich werden die Einsatzzahlen der Feuer- und Rettungswache Moers engmaschig evaluiert. Sollten sich dadurch Änderungen für den Rettungsdienstbedarfsplan ergeben, werden diese erneut in den politischen Gremien diskutiert und beschlossen.

Auch beim Thema Personal gab es Änderungen: Zusätzlich zum 0,5-Stellenanteil für den Aufbau und die Pflege eines Ersthelfer-Systems kommen weitere 1,5 Stellen hinzu, weil der Kreis die Gebührenabrechnung der Stadt Wesel übernimmt.

Fraktionen beurteilen den Entwurf positiv

http://funke-cms.abendblatt.de:8080/webservice/thumbnail/article/216748331Die Fraktionen bewerteten den Entwurf des Rettungsdienstbedarfsplans positiv. Er beinhalte etliche Verbesserungen für die rettungsdienstliche Versorgung, lobte Rainer Gardemann (CDU). Wilhelm Trippe (SPD) stimmte zu. Für Jürgen Bartsch (Bündnis 90/Die Grünen) blieb ein Wermutstropfen: „Vieles an diesem Entwurf ist positiv. Allerdings sollten die Standorte in Rheinberg und Xanten ohne Evaluation erhalten bleiben.“ Der angepasste Beschlussvorschlag wurde einstimmig bei vier Enthaltungen angenommen. Über den Rettungsdienstbedarfsplan wird abschließend im Kreistag am Donnerstag, 12. Dezember, beraten.

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