Brauchtum

Obrighovener Schützen sind wieder oscarreif

Die Theatergruppe des Schützenverein Obrighoven unterhält das Publikum seit Jahren großartig. So auch wieder am Mittwochabend

Die Theatergruppe des Schützenverein Obrighoven unterhält das Publikum seit Jahren großartig. So auch wieder am Mittwochabend

Foto: Erwin Pottgiesser

Wesel.   Der Theaterverein der Grünröcke bringt wieder den Weseler Saal Schepers zum Beben. Zwei Einakter voller Humor treffen den Nerv des Publikums.

Wenn der Theaterverein der Obrighovener Schützen auf der Bühne steht, sind Spaß und Turbulenzen garantiert. Das wissen die Leute im Publikum und kommen deshalb zahlreich. Rappelvoll war der Saal Schepers am Mittwochabend zur zweiten Aufführung. Während sich der Saal langsam füllte, bereiteten sich die Laienschauspieler im Garten des Saales vor. Mit hochgeistigen Getränken, leckeren Frikadellen und viel Gelächter. Denn sie haben leidenschaftlichen Spaß am Schauspiel und das kommt an. Lampenfieber? Nicht zu spüren.

Zwei Stunden vor der Aufführung gehen sie abwechselnd in „die Maske“. Friseurin Gudrun Olitzsch schminkt die Mitglieder der Theaterschar entsprechend der jeweiligen Aufführung. Als Theaterumkleide dient ein kleines Zelt, welches dem Verein vor einigen Jahren geschenkt wurde. „Das erleichtert uns die Arbeit ungemein“, erklärt Bärbel Hochstrat. Alles- von der Auswahl der Stücke über das Bühnenbild, den Aufbau bis hin zur Aufführung wird von den Schauspielern selbst organisiert.

Auch ohne Mikrofon ist jedes Wort bis zur letzten Reihe zu hören

Besonders löblich: Sie spielen ohne Mikrofon und doch ist jedes Wort ganz hinten im Saal gut zu verstehen. „Das machen wir absichtlich, dann hört man das nicht wenn wir uns im Spiel mal was zuflüstern“, grinst Hochstrat. Und dann wird’s ernst- das erste Stück „Freitag der 13“ beginnt- der Vorschussapplaus kommt reichlich. Die Darstellerin Anna Hecht ist abergläubisch. Als sie beim Frühstück bemerkt, dass Freitag der 13. Ist, glaubt sie fest daran, dass an diesem Tag noch etwas Schlimmes passieren wird. Das Chaos mit Verwechslungen nimmt seinen Lauf.

Die jeweiligen Einakter, die eine Dreiviertelstunde andauern, werden vom Vorstand ausgesucht. Gemeinsam werden die Rollen verteilt, wobei die Charaktere immer auch ein bisschen auf die Laiendarsteller zugeschnitten sind. Das wird auch bei der Aufführung an den Kommentaren aus dem Publikum deutlich. Bärbel Hochstrat berichtet, dass sie immer einen oder zwei lustige Theaterstücke aufführen. „Das Leben ist ernst genug“, sagt sie.

Der Theaterverein sucht noch Mitstreiter aus Obrighoven

Das zweite Schauspiel bringt den Saal dann endgültig zum Toben. „Raucher in den Knast“ heißt es, wobei die Schauspieler sich vorgenommen haben- teilweise unter Protest und auch unter Applaus des Publikums - Obrighoven rauchfrei zu machen. Das heimische Sofa für den Theaterabend zu verlassen hat sich gelohnt, das Publikum spendet am Ende tosenden Applaus. Der Theaterverein möchte sich gern vergrößern und sucht noch weitere Laiendarsteller/innen. Die Schauspieler zwischen 17 und 60 Jahren freuen sich über jegliche Verstärkung.

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