Inklusion

Kunterbunter Karneval in Wesel feierte Jubiläum

Pia Lohmann feiert ausgelassen mit ihren Gästen.

Pia Lohmann feiert ausgelassen mit ihren Gästen.

Foto: Gerd Hermann

Wesel.   Bereits zum fünften Mal richtete die Karnevalsgemeinschaft Ginderich die rauschende Party für Behinderte und Nichtbehinderte aus.

Integration hautnah gab es am Samstagmittag in der Niederrheinhalle in Wesel, als die Karnevalsgemeinschaft Ginderich ihr Karneval Kunterbunt feierte. Der Karnevalsverein, der seit 2015 immer auch wieder Behinderteneinrichtungen aus der Umgebung einlädt, musste auch dieses Jahr erneut umziehen.

So fand die Karnevalssitzung im letzten Jahr erstmalig nicht im Festzelt in Ginderich statt, sondern im kleinen Saal der Niederrheinhalle.

Aber aufgrund der großen Nachfrage schien auch dieser Saal zu klein, so dass man kurzerhand zum fünfjährigen Jubiläum in den großen Saal der Niederrheinhalle umzog.

Weseler Prinzenpaar und Kinderprinzenpaar

Und den 310 Zuschauern wurde ordentlich etwas geboten.

Zuerst konnte Pia Lohmann, die Vorsitzende der Karnevalsgemeinschaft Ginderich, das Weseler Prinzenpaar und das Weseler Kinderprinzenpaar begrüßen. Dieses Jahr wird die fünfte Jahreszeit angeführt von Prinz Christian I. mit seiner Gattin Prinzessin Sonja I. und dem Kinderprinzenpaar, Conrad I. und Lena II. Und Prinz Christian zeigte sich begeistert von dem großen Andrang beim „Karneval Kunterbunt“.

Neben den verschiedenen Tanzeinlagen, unter anderem von der Minigarde des KGV, traten auch die Bewohner der Wohnhäuser mit ihrem eigenen Programm auf. So konnte Hans Peter Hoffmann als August Pflaume mit einer lustigen Büttenrede den Saal begeistern. Aber auch die Kindertanzgarde zeigte sich gut aufgelegt und brachte das Publikum schon richtig in Fahrt. Dieses saß nicht nur gespannt auf den Stühlen und schaute der gelungenen Tanzeinlage nur zu.

Sondern es wurde selbst Initiative ergriffen und in den Reihen mitgetanzt, mitgeklatscht und mitgesungen. Und so war es nicht verwunderlich, dass gleich schon zu Beginn eine Polonaise durch den Saal zog. Kunterbunt zeigte sich der Karneval in der Niederrheinhalle wirklich, von klein bis groß, von Superman bis zum König, war alles vertreten.

Christian Ohn als „Heino“ durfte nicht fehlen

Und einer durfte natürlich nicht fehlen, Heino. Seit es den „Karneval Kunterbunt“ gibt, steht der autistische Christian Ohn als Heino-Imitator auf der Bühne. Stilecht mit der klassischen Heino-Frisur und der Brille zeigte er sich bestens aufgelegt und spielte einen Song nach dem anderen.

Aber auch die Weseler Tanzgarde war zu Besuch und zeigte, was sie kann. Als dann der Kommandeur der Garde alle auf die Bühne zum gemeinsamen Tanzen rief, gab es kein Halten mehr.

Wer bis dahin noch saß, den riss es aus den Stühlen, als die „Ruhrpottmädels“ den Karnevalskracher „Steh auf, mach laut“ von den Höhnern zum Besten gaben.

Ein besonderes Projekt lag Pia Lohmann noch am Herzen. Die Karnevalsgemeinschaft Ginderich wird gemeinsam mit der „Wohnfamilie Wesel“ am Rosenmontag an den Start gehen. Und lud schlussendlich alle dazu ein, am Rosenmontag gemeinsam in Ginderich zu feiern.

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