Gastronomie

Hünxe: Landhauscafé Selders in Drevenack erneut prämiert

Bürgermeister Dirk Buschmann, Elisabeth Selders und Doris Duschek vom Landhauscafé, und Kathrin Bücker  (v.l.)

Bürgermeister Dirk Buschmann, Elisabeth Selders und Doris Duschek vom Landhauscafé, und Kathrin Bücker (v.l.)

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Hünxe.  Kaffee und Kuchen – für ein gutes Café ist das allein nicht genug. Das Landhauscafé in Hünxe-Drevenack ist jetzt einmal mehr ausgezeichnet worden.

Es kommt häufiger mal vor, dass Gäste sich nicht ins Landhauscafé Selders wagen. Sehr privat sehen Haus und Eingang aus – das ist kein Zufall: Tatsächlich genießen die Gäste im ehemaligen Wohnzimmer mit Kamin Kaffee, Kuchen oder Schnittchen, manche kommen auch zum ausgiebigen Frühstück her.

Hünxes Bürgermeister Dirk Buschmann ist eingetreten, gemeinsam mit Katrin Bücker von der Gemeinde Hünxe. Einmal mehr hat sich Gastronomin Elisabeth Selders die Urkunde mit den vier goldenen Kaffeetassen verdient: Eine Qualitätsauszeichnung der Landwirtschaftskammer NRW.

Die Gemeinde Hünxe braucht gute Gastronomie-Betriebe

Buschmann freut sich, dass das gemütliche Café so gut läuft, „wir haben in Hünxe nicht mehr viel Gastronomie“, sagt er. Deshalb hat der Bürgermeister ein großes Interesse daran, dass die wenigen Betriebe attraktiv sind und bestehen können.

Das kann das Landhauscafé Selders seit 23 Jahren und die private Atmosphäre – Selders hat eigens ein Eingangsschild aufgestellt, damit die Leute nicht zurückschrecken – ist gewollt. „Wir sitzen in unserem ehemaligen Wohnzimmer, Schrank und Tisch sind noch da“, sagt sie.

Bevor die Qualitätsauszeichnung verliehen wird, besuchen Vertreter der Kammer, des Kreises und der Dehoga das Café. Inkognito, als einfache Gäste, fast als ginge es um einen Stern für die Guide Michelin. „Sie testen beispielsweise, ob das Personal gut beraten kann“, sagt Elisabeth Selders.

Auf die kritische Bewertung folgen hilfreiche Tipps

Nach dem Besuch gibt es ein Gespräch und das

empfindet sie als hilfreich. „Beim ersten Mal hat man uns empfohlen, die Speisekarte mit einer Geschichte zu versehen weil die Gäste, wenn sie ausgehen, etwas erleben möchten.“

Getränke bietet sie gekühlt oder in Zimmertemperatur an, im Cappuchino ist Sahne oder Milch. „Man kann von den Anregungen lernen“, sagt sie.

Saisonal und regional sind die Lebensmittel, die im Café Selders verarbeitet werden – und das bereits von Anfang an. Die Erdbeeren kommen vom Schulte-Drevenacks-Hof, die Eier von Schulte Bunert, die Wurst aus Hünxe. „Dann kann ich mir sicher sein, dass die Qualität stimmt“, erläutert Selders.

Grillage für die Grüne Woche – und ein Kochbuch voller Rezepte

Mit dem Kreis Wesel war sie jüngst auf der Grünen Woche: Grillage, die leckere niederrheinische Eistorte, hat sie in kleinen Gläschen serviert. „Das ist gut angekommen, wir hatten 500 Stück Kuchen dabei.“

Die Gläschen gab es nicht ganz gratis – Selders und ihr Team baten die Leute im Gegenzug um ein Lieblingsrezept.

Das sorgte für jede Menge Gesprächsstoff, „alle haben versprochen, etwas zu schicken“. Letztlich kam nur eine einzige Sendung in Drevenack an, vom Heimatverein aus Borken. Aber der hat gleich ein ganzes Kochbuch geschickt.

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