Polizei

Gewerkschaft beklagt Personalmangel bei Kreispolizei Wesel

Symbolfoto: Die Kreispolizei Wesel musste erneut ein Minus beim  Personalnachersatz hinnehmen.

Symbolfoto: Die Kreispolizei Wesel musste erneut ein Minus beim Personalnachersatz hinnehmen.

Foto: Jörg Schimmel / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Zum 1. September werden jedes Jahr die Zahlen bekannt. Bei der Kreispolizeibehörde Wesel sind es seit 2014 50 Polizeibeamte weniger.

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Die Kreispolizeibehörde Wesel muss erneut ein Minus bei der Personalzuweisung verkraften, das teilt Nils Krüger, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) - Kreisgruppe Wesel - mit. Jedes Jahr zum 1. September komme für alle Polizeibehörden des Landes NRW die Zeit des Personalnachersatzes für die Polizisten, die etwa durch Versetzung in andere Behörden oder wegen Zurruhesetzung nicht mehr zur Verfügung stehen.

Kein Ersatz für Polizisten

Dabei müsse die Kreispolizeibehörde Wesel fast schon traditionell ein erneutes Minus verkraften. Seit 2014 habe die Behörde rund 50 Polizeibeamte eingebüßt. Zwei bis drei Kriminalkommissariate oder ganze vier Dienstgruppen eines Wachbereichs seien hier schon weggefallen.

Bei diesen Zahlen könne man sich vorstellen, dass es jedes Jahr gravierende Probleme gebe. Deshalb begrüße die Kreisgruppe Wesel der Gewerkschaft die Einstellung von Regierungsbeschäftigten zur Entlastung von Polizeibeamten. Aber die Zahl derer, die bisher in Wesel eingestellt worden seien, entspreche bei weitem nicht den 50 weggefallenen Polizeibeamten. Außerdem seien sie kein Ersatz für Polizisten.

Einstellungen für neue Azubis sind gestiegen

Die Einstellungszahlen für neu auszubildende Kolleginnen und Kollegen seien erfreulicherweise wieder gestiegen. Bei der Kreispolizeibehörde Wesel mache sich dieser positive Aspekt bis jetzt aber nicht bemerkbar. Sie sei damit in bester Gesellschaft mit den übrigen Landratsbehörden in NRW. Ein Grund sei unter anderem, dass die Landesregierung Schwerpunkte in Großbehörden setze.

Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass in Landratsbehörden die Aufgaben auf immer weniger Schultern verteilt und womöglich nicht mehr wahrgenommen werden könnten. Angesichts der Übergriffe auf Rettungskräfte und Polizisten bestehe die Gefahr, dass bitter benötigte Unterstützung nicht rechtzeitig gewährt werden könne oder die Bürger länger auf das Eintreffen der Polizei warten müssten.

Landrat Müller soll in Düsseldorf aktiv werden

Die Kreisgruppe Wesel der GdP fordert die Landesregierung deshalb auf, die personellen Defizite der Landratsbehörden auszugleichen. Landrat Dr. Ansgar Müller solle sich dafür in Düsseldorf einsetzen.

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