Tierschutz

Herkunft unklar: Drei weitere Hunde irren in Damm herum

Diese Hunde wurden zuletzt am Wachtenbrinker Weg gefunden. Woher sie kommen, ist völlig unklar.

Foto: Tierheim

Diese Hunde wurden zuletzt am Wachtenbrinker Weg gefunden. Woher sie kommen, ist völlig unklar.

Schermbeck/Wesel.   Zuletzt waren fünf Hunde gefunden worden. Nun verstecken sich weitere in Maisfeldern. 1000 Euro für Hinweise auf ihre Herkunft wurden ausgelobt.

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Für Tierschützer ist die Situation zum Verzweifeln: Mindestens drei vernachlässigte und vermutlich kranke Hunde laufen noch im Bereich Wachtenbrinker Weg in Damm frei und unversorgt herum. Noch immer weiß niemand, woher diese Tiere stammen – wie berichtet, waren in der vergangenen Woche fünf Hunde am Wachtenbrinker Weg gefunden worden, eine Hündin war bereits tot, die anderen Tiere, darunter ein Welpe, in sehr schlechtem Zustand. „Sie werden es schaffen“, sagt Wesels Tierheimleiterin Gabi Wettläufer über den Gesundheitszustand der Tiere. Auch fassten sie mehr und mehr Vertrauen zum Menschen.

Noch immer ist völlig unklar, woher die Hunde stammen. „Ein Privatmann und der Bundesverband Tierschutz haben zusammen 1000 Euro für Hinweise auf die Herkunft ausgelobt“, sagt Wettläufer. Große Sorge der Tierschützer ist es, dass irgendwo weitere Hunde ohne Versorgung und Hilfe leiden.

Was Anwohner tun können

Auch für die drei gesichteten Tiere in Schermbeck ist die Situation gefährlich. Sie fürchten die Menschen und lassen sich nicht einfangen. „Sie sitzen in den Maisfeldern“, sagt Wettläufer. „Sie sind wie Geister, sie schießen aus dem Feld und rennen wieder hinein.“ Hinter einem Hund herlaufen zu wollen, ist aussichtslos. Viele Menschen haben ihre Gärten geöffnet und stellen Futter heraus, in der Hoffnung eines der Tiere fangen zu können. „Wenn man auf sie zu geht, laufen sie weg. Sie sind aber nicht gefährlich“, erläutert Wettläufer. Niemand müsse fürchten, verletzt zu werden, „die Tiere sind nicht aggressiv, sie haben nur Angst“.

Was können die Anwohner tun? „Die Augen offenhalten, Futter anbieten. Wenn möglich einen Decke über den Hund werfen und ihn sichern.“ Oder, einfacher, schauen, ob der Hund immer wieder zur gleichen Stelle kommt. „Dann könnten wir eine Falle aufstellen oder einen Pet Trailer einsetzen“, sagt Wettläufer. Pet Trailer sind Hunde, die speziell dafür ausgebildet sind, andere Tiere zu finden.

Keine Hinweise zur Herkunft

Etwas an diesen Tieren ist seltsam: Es gibt überhaupt keine Hinweise auf ihre Herkunft. Selbst wenn jemand von außerhalb über die B58 gekommen wäre, um die Hunde in Damm los zu werden, ist das ungewöhnlich. „Bei der Publizität hätte es inzwischen Hinweise geben müssen“, sagt Wettläufer. In ähnlich gelagerten Fällen habe es zahlreiche Tipps von Tierfreunden gegeben, mitunter sogar aus Frankreich und den Niederlanden. Diesmal herrscht absolute Funkstille.

  • Wer Hinweise auf die Hunde hat oder ihre Herkunft kennt, bitte im Tierheim melden: 0281/56699.

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