Bildungswettbewerb

Bildung steht bei „Demokratisch Handeln“ im Vordergrund

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (2.v.r.) und Dr. Jan Hofmann, Vorstandsvorsitzender von „Demokratisch Handeln“, begutachteten die verschiedenen Projekte.

NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer (2.v.r.) und Dr. Jan Hofmann, Vorstandsvorsitzender von „Demokratisch Handeln“, begutachteten die verschiedenen Projekte.

Foto: Markus Weissenfels

Hamminkeln.   Die Akademie Klausenhof beherbergt in diesem Jahr zum dritten Mal den Wettbewerb „Demokratisch Handeln“. Ministerin Yvonne Gebauer kam zu Besuch.

Bereits zum dritten Mal hintereinander fand in diesem Jahr in der Akademie Klausenhof in Dingden die „Regionale Lernstatt Nordrhein-Westfalen“ des Wettbewerbs „Demokratisch Handeln“ statt. In dem seit 1990 an allen allgemeinbildenden Schulen ausgeschriebenen Wettbewerb werden Projekte unterstützt, die politische Bildung und dabei insbesondere Demokratie in den Mittelpunkt stellen.

In diesem Jahr wurden 38 von 50 Projekte der teilnehmenden Schulen aus ganz NRW vorgestellt, wobei sich auch NRW-Bildungsministerin Yvonne Gebauer die Zeit nahm, sich die Projekte von den jeweiligen Schülern vorstellen zu lassen. Gemeinsam mit Dr. Jan Hofmann, dem Vorstandsvorsitzenden von „Demokratisch Handeln“, durchschritt sie die „Boxen“, in denen die Gruppen ihre jeweiligen Projekte aufbereitet hatten.

Dabei gab es eine große Themenvielfalt, von Rassismus über Plastikmüll bis hin zu Integration waren sehr viele diskussionswürdige Themenfelder dabei. Der Akademieleiter Rüdiger Paus-Burkard betonte bereits in seiner Begrüßungsrede, dass „es uns als große Bildungseinrichtung wichtig ist, möglichst viele Facetten abzudecken.“

„Euer Engagement und auch die Demokratie sind nicht selbstverständlich. Ihr könnt stolz auf das sein, was ihr geleistet habt. Ihr habt Verantwortung übernommen und gezeigt, dass es sich lohnt, sich einzubringen“, lobte Yvonne Gebauer die Schüler.

Dabei sind von der Unterstufe bis zur Oberstufe und auch von den Schulformen her fast alle Möglichkeiten vertreten, wobei drei Viertel der Teilnehmer Gymnasien sind, wie Lili Bartsch (Rupert-Neudeck-Gymnasium Nottuln), die gemeinsam mit Schulkamerad Lukas Sydow die Moderation übernahm, bei der Einführung der Veranstaltung in einer Frage formulierte. Das sei kein Problem, antwortete die Ministerin, aber es sei schade. „Vielleicht müssen wir an anderen Schulformen etwas mehr für diesen Wettbewerb werben.“ Allerdings gab es eine Besonderheit.

Die Flüchtlingshilfe Dortmund und der dazugehörige Verein „Train of Hope“ schickten gleich vier Projekte ins Rennen. „Wir sind der einzige Teilnehmer hier, der keine Schule ist“, erklärte Projektmanager Ümithan Yagmur.

Die Gruppe bestehe zwar aus Schülern und Studenten, aber die Projekte seien über „Train of Hope“ gelaufen. „Wir sind von ,Demokratisch Handeln’ wegen unseres Arbeitskreises ,Gays Oriental’ angeschrieben worden. Daraufhin haben wir uns von unseren vielen Arbeitskreisen vier herausgesucht, die zu diesem Wettbewerb passen“, erklärt Yagmur.

Nach der Vorstellung der zahlreichen und vielfältigen Projekte stehen bei der zweitägigen Veranstaltung unter anderem noch Diskussionsrunden und Workshops an. „Wir setzen hier inhaltlich eine richtige Duftmarke. Es ist wichtig, Jugendliche bei politischen Themen zu unterstützen“, betonte Akademieleiter Rüdiger Paus-Burkard.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben