Freizeit

So lief das Wattenscheider Hundeschwimmen in Südfeldmark

Wattenscheid-Südfeldmark.  Beim Hundeschwimmen im Freibad Südfeldmark zeigen die Vierbeiner viel Begeisterung für das nasse Element. Mancher Welpe lernt von den Älteren.

Bilbo hat schon einmal beide Vorderpfoten im Wasser. Das Spielzeug lockt, aber dieses nasse Element, dem traut er noch nicht so recht. Dabei ist der Landseer-Welpe mit 16 Wochen schon so groß wie mancher Labrador, der hier beim Hundeschwimmen im Freibad Südfeldmark kaum zu bremsen ist und voller Begeisterung immer wieder ins Becken hopst.

„Eine schöne Veranstaltung zum Abschluss“, meint Berthold Schmitt, Geschäftsführer der Wasserwelten GmbH, und blinzelt in die Septembersonne. „Das Wasser ist auch extra nicht aufbereitet worden, kein Chlor“, betont Mitarbeiterin und Organisatorin Beate Zell, und holt mit dem Spielzeugball für „Kamera-Hündin“ Emma aus. Es könnte fast „Wir dürfen hier nicht hinein“ für die zweibeinigen Begleiter heißen, aber die müssen ja ihre zögernden Welpen locken oder sich bei der Vorführung der Wasserarbeitsgruppe Neufundländer „retten“ lassen.

Viele auswärtige Gäste

Die Hundehalter, als Gassigeher ohnehin früh unterwegs, sind gut vernetzt, die Kennzeichen an der Straße zeigen, dass viele Auswärtige gekommen sind. Ben Goudriaan hat sogar ein „NL“ auf dem Schild, er trainiert mit seinen Leonbergern bei dem Duisburger Club (s. Infokasten) die Wasserarbeit und trägt selbst einen Neopren-Anzug. Die Wettbewerbe werden in Frankreich, Luxemburg, Norwegen oder Italien ausgetragen“, erklärt er, „in Holland ist das nicht so verbreitet. Aber hier ist das heute nur Show.“

80-Kilo-Brocken mit hoher Reizschwelle

Der Nicht-Hundekenner erfährt viel über die wasserliebenden Rassen. Etwa, dass die Neufundländer und Leonberger fast träge wirken, „aber die überlegen sich, wie sie mit möglichst wenig Energie ins Wasser kommen, schalten

sämtliche Gefahren aus. Und sie haben eine sehr hohe Reizschwelle.“ Im Wasser ist dann so ein 80-Kilo-Brocken allerdings auch nicht aufzuhalten.

Der Trüffelhund liebt das Wasser

„Warten wir mal, bis er kaputt ist“, meint Silvia Sack aus Gelsenkirchen-Buer, die mit Lebensgefährten Udo Losch und Fino, einem italienischen Wasserhund (Lagotto Romagnolo), gekommen ist. Den Termin hat sie in der Hundeschule mitbekommen, „persönlich, per Mail und über Facebook“.

Fino hat gleich mehrere Talente, er ist ein „Schnüffler“, ein Trüffelhund. „Die Rasse wurde gezüchtet, um in den ehemaligen Mooren in Italien auf der Jagd die geschossenen Vögel zu apportieren.“

Gejagt wird heute nicht, alle wollen nur schwimmen. Deshalb zeigen sich die gut 60 Hunde, die schon eine Dreiviertelstunde nach Öffnung des Freibades hier sind, auch überwiegend verträglich. Trotzdem hat Organisatorin Beate Zell ein Auge auf einige Kandidaten, wie den Altdeutschen Schäferhund. Bis zum nächsten Jahr kann er ja noch üben.

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