Neue Kita in Leithe

Neue Kindertagesstätte soll in alte Hollandschule ziehen

Das Gebäude der ehemaligen „Hollandschule“ soll zur modernen Kindertagesstätte umfunktioniert werden.Foto:Gero Helm

Das Gebäude der ehemaligen „Hollandschule“ soll zur modernen Kindertagesstätte umfunktioniert werden.Foto:Gero Helm

  Awo will Hollandschul-Gebäude in Leithe als Kindertagesstätte umnutzen. Investorenmodell mit der Habona. Kostenrechnung läuft auf Hochtouren.

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Die Kindertagesstätte, die in die Fröbelstraße einziehen soll, ist jetzt spruchreif. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch hatte dies beim Rundgang in Leithe noch verklausuliert angedeutet, von einem Träger mit „drei Buchstaben“ gesprochen.

Eine Kita für vier Gruppen

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) wird dort eine Kita für vier Gruppen einrichten. Das Geheimnis lüftete jetzt Geschäftsführer Ernst Steinbach. Und der Clou: Die Awo und der Investor, die Habona aus Frankfurt/Main, sind sich einig, das alte Schulgebäude erhalten und umfunktionieren zu wollen. Das ist Plan A. Einen Plan B, also Abriss und Neubau, wolle man erst einmal gar nicht in Betracht ziehen. Steinbach: „Wir sitzen jetzt mitten in der Kostenrechnung. Ziel ist, das alte, schöne und vor allem stadtbildprägende Gebäude zu erhalten, umzunutzen und neu zu beleben.“

Investorenmodell

Die Kita wird im Investorenmodell umgebaut. Besagte Habona Invest, die auch den „Outlaw“-Kindergarten in Günnigfeld errichtet hat, wird das Gebäude stemmen. Jetzt ist die Habona im Gespräch mit der Stadt Bochum, um den Grundstückskauf klar zu machen. Hier handelt es sich um ca. 4000 Quadratmeter Grund und ca. 1100 qm Gebäude-Innenfläche.

Es werden zwischen 65 und 70 neue Plätze geschaffen

Die Kita soll vier Gruppen beherbergen: zwei für Kinder über drei Jahren und zwei für „Minis“ unter drei Jahren. Es werden zwischen 65 und 70 neue Kita-Plätze geschaffen. Für die Kleinen unter drei Jahren muss zudem berücksichtigt werden, wie die Zuwege und die Räume barrierefrei gestaltet werden können.

Die Kita-Gruppen benötigen, so Steinbach, etwa 700 qm Fläche. Da bleibt also noch eine Restfläche von ca 400 qm übrig. „Die sollen einer Sondernutzung zukommen,“ so der Awo-Geschäftsführer. Wie und in welcher Form sei jetzt noch nicht klar.

Keine genauen Zahlen

Auch stehe noch nicht fest, wann die Umbauarbeiten begonnen werden können. Dazu müssen Investor und Awo erst einmal verlässliche Zahlen und Fakten haben, was denn der Umbau der alten Hollandschule zur modernen Kindertagesstätte kosten werde. Doch ist erklärtes Ziel, sehr bald Zahlen zu haben und das Projekt in Angriff zu nehmen.

Eine enorme Aufwertung für Leithe

Laut Steinbach sitzt der Investor Habona fest mit im Boot. Auch wenn Plan A, wider Erwarten, nicht funktioniert. Für den Ortsteil Leithe bedeutet die Kita nicht nur ein neues Betreuungsangebot für die Kinder, sondern auch eine enorme Aufwertung. Die Schule, in der einst geistig behinderte Kinder unterrichtet und anschließend Flüchtlinge untergebracht wurden, gehört mit zum Ortskern. Seit einiger Zeit steht das imposante Gebäude jetzt schon leer.

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