Stadtteil-Kultur

Wo man sie alle immer wieder treffen kann: An der Bude

Nikos Büdchen an der Ückendorfer Straße ist beim „Tag der Trinkhallen“ dabei. Heike und Niko Werdehausen wollen sich überraschen lassen.Fotos:Gero Helm

Nikos Büdchen an der Ückendorfer Straße ist beim „Tag der Trinkhallen“ dabei. Heike und Niko Werdehausen wollen sich überraschen lassen.Fotos:Gero Helm

Beim ruhrgebietsweiten Tag der Trinkhallen machen am 25. August vier Wattenscheider Kult-Kioske mit Programm für die treue Nachbarschaft mit.

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Wattenscheid. Sie gehören zum Straßenbild des Ruhrgebiets so unbedingt dazu wie der Förderturm am Horizont oder das Hinweisschild zu einer der Revier-Autobahnen: Die Trinkhallen. Ihnen ist ein ganzer Tag gewidmet, der 25. August, ein Samstag, und vier der Buden aus der Hellwegstadt sind unter den insgesamt 50 von Ahlen bis Witten beispielhaft dabei.

Treffpunkt für das Viertel

Zwischen 15 und 22 Uhr hat die Ruhr Tourismus GmbH dazu ein Kulturprogramm der besonderen Art aufgelegt. Wobei die einzelnen Programmpunkte gar nicht einmal so sehr festgelegt sein sollen, damit sich der ganze Tag zu einem Nachbarschaftsfest entwickeln kann.

Denn das macht die „Seltersbude“, den „Kiosk“ oder schlicht die „Bude“ aus: sie ist Treffpunkt für das Viertel, Nothalt für Getränke, Süßigkeiten, Eis, Zeitungen und mehr, und so auch Kontaktstelle des Stadtteils. Inzwischen sind oft auch Paketservice und Lotto-Annahme dazu gekommen.

Das Wattenscheider Quartett bilden der Kiosk von Antje & Jörg an der Lohackerstraße 16, Connys Büdchen an der Weststraße 110, das Korthäuschen, Nähe Eingang zum Stadtgarten, Parkstraße 24, und ganz weit im Westen Nikos Büdchen, Ückendorfer Straße 109.

„Von Null bis volles Haus“

Die Highlights der „Programm-Buden“: Waffeln, Kuchen, Bratwurst, Kinderschminken, Trödel und Tombola hat sich Familie Werdehausen von Nikos Büdchen vorgenommen. Wie’s am 25. werden wird: „Keine Ahnung. Es kann von Null bis volles Haus den ganzen Tag über alles geben,“ sagen Heike und Niko Werdehausen von Nikos Büdchen.

Zudem wird das „Siebenjährige“ im Viertel gefeiert. Und gleichzeitig die Beratungsstelle Fiducio gegen sexuelle Gewalt für Menschen mit Behinderungen eröffnet. Dorthin geht auch der gesamte Erlös aus den Sonderaktionen und soll für die Finanzierung von Therapiepuppen und Promotion-Material verwendet werden.

Mit Kabarett und Musik

Der Kiosk an der Lohackerstraße besetzt das Thema „Fußball“ neu, sicher nach der verkorksten WM gern gesehen. Frank Goosen, Autor und Comedian, eingefleischter Bochumer und großer Fußballfan, als VfL-Anhänger auch leidensfähig war sogar einige Jahre lang Mitglied im Aufsichtsrat des Clubs. Er liest einige seiner ausgewählten Fußballgeschichten. Außerdem kommt zum Doppelpass am Tag der Trinkhallen der Bochumer Autor Ben Redelings mit Dönekes aus seinem Erlebnisschatz.

„Kabarett meets Comedy meets Poetry Slam meets Musik meets Bonbons und Bier“ heißt der Slogan am Korthäuschen (Parkstraße). Für Spaß sollen Philipp Reitza, Sandra Da Vina, Helmut Sanftenschneider, Nektarios Vlachopoulos, Benjamin Eisenberg, Tobi Katze und Friedemann Weise sorgen.

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