Weltweite Nachhaltigkeit

Wattenscheider Weltladen kämpft für weltweite Nachhaltigkeit

Der Weltladen präsentiert das Themen-Banner in den Werkstätten Gottessegen in Günnigfeld. Foto:Gero Helm

Der Weltladen präsentiert das Themen-Banner in den Werkstätten Gottessegen in Günnigfeld. Foto:Gero Helm

  17 Ziele sollen für wirkungsvolle Entwicklung sorgen. Als künstlerisches Gestaltungsmittel dienen Themen-Kartons. Mitstreiter willkommen.

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Nachhaltige Städte, verantwortlicher Umgang mit Ressourcen, keine Lebensmittelverschwendung. So lauten drei der insgesamt 17 „Ziele für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen (UN), mit denen die Welt wieder zum Besseren hin verändert werden soll. In Wattenscheid setzten sich die Aktivisten des Weltladens in der Friedenskirche dafür ein. Denn: Alle 193 Mitgliedstaaten der UN haben sich der Umsetzung bis zum Jahr 2030 verpflichtet. Um eine reale Chance zu haben, muss das weltpolitische Ansinnen auch auf lokaler Ebene und im persönlichen Umfeld ankommen und umgesetzt werden.

17 Ziele visualisieren

Der Weltladen sorgt dafür, dass in diesem Jahr die 17 Ziele individuell visualisiert werden – künstlerisch auf Kartons. Der erste setzt ein Zeichen gegen Kinderarbeit. Gestaltet wurde der Karton von den Sternsingern, die ihre diesjährige Sammlung unter das Motto gestellt hatten. Gabriele Rebbe, Eine Welt AG, fasst die Aktion zusammen: „Wir möchten zeigen, dass jeder etwas erreichen kann.“ Wer Waren aus „fairem Handel“ kaufe, ermögliche z.B. Landwirten ein ausreichendes, gerechtes Einkommen und helfe somit bereits bei der Bekämpfung von Kinderarbeit.

Über das Jahr verteilt werden die weiteren Ziele und Kartons gemeinsam mit involvierten Einrichtungen und Organisationen vorgestellt. „Ich freue mich über die Aktion, weil wir deutlich machen können, dass wir zwar alle mitarbeiten müssen, es aber nicht todtraurig sein muss. Es geht schließlich um Perspektiven und Visionen“, blickt Gabriele Rebbe voraus.

Kommunale Politik

Ein Karton werde auch die Zielsetzungen der kommunalen Politik aufzeigen, verspricht die Aktivistin: „Nachdem sich die Bundesregierung schon positioniert hat, sollten wir Bürger auch wissen, wie die Kommune arbeitet, welche Zielsetzungen die Politiker hier haben und was unternommen werden soll.“

Da schmerzt es umso mehr, dass US-Präsident Donald Trump den Klimawandel nicht ernst nimmt: „Dass so etwas noch negiert werden kann oder man so etwas ausblendet, ist traurig. Allein der erneute Sturm ,Friederike’ spricht eine andere Sprache“, zeigt sich Rebbe verständnislos und führt weitere Indizien an: „Unsere Handelspartner klagen zum einen darüber, dass Wasser nicht zur Verfügung steht und die Trockenphasen in einigen Gebieten zu lange ausfallen, in anderen dafür die Regenfälle so massiv geworden sind, dass Pflanzen unter Pilzbefall leiden und eingehen.“

Schritt in die richtige Richtung

Das Ziele-Banner, auf dem die 17 Schwerpunktthemen als Piktogramme aufgezeigt sind, hat der Weltladen am Montag in den Werkstätten „Gottessegen“ in Günnigfeld präsentiert. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Werkstätten, die unter Anleitung von Kunsttherapeutin Johanna Sanders mehrere Kartons gestalten werden, stellten die Eine Welt AG und ihre Kooperationspartner alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung vor. „Allein die Auseinandersetzung mit der richtungsweisenden Thematik ist dabei ein erster Schritt in die richtige Richtung“, so Rebbe.

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