Karneval

Wattenscheider Karnevalszug steht doch noch auf der Kippe

Zum Start in die Session 2018/19 trat das Prinzenpaar Marc I. (Westerhoff) und Sarah I. (Markhoff) beim Karnevals-Biwak der K.G. Blau-Weiß Günnigfeld im Wichernhaus an.

Zum Start in die Session 2018/19 trat das Prinzenpaar Marc I. (Westerhoff) und Sarah I. (Markhoff) beim Karnevals-Biwak der K.G. Blau-Weiß Günnigfeld im Wichernhaus an.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Weil 15.000 Euro fehlen, gibt es doch noch kein grünes Licht für den Karnevalszug durch Wattenscheid. Ein Prinz wird aber trotz alledem gekürt.

Das Wetter hat dem Traditionskarneval in Wattenscheid schon mehrfach in der Geschichte zugesetzt, aber so heftig wie für die anstehende Session 2019/20 hat der Wind wohl noch nicht geblasen: Gut 15.000 Euro fehlen überschlägig, um den großen Umzug am Sonntag vor dem Rosenmontag, also am 23. Februar, abzusichern. Die Auflagen für die Sicherung gegen mögliche Anschläge sind personalintensiv und teuer. Grünes Licht kann der Festausschuss Wattenscheider Karneval (FWK) also doch noch nicht geben. Der anfängliche Optimismus der Narren bekommt somit einen Dämpfer.

Denn allein schon über 90 „Terrorsperren“ müssen den Zugweg entlang von Günnigfeld aus in den Wattenscheider Kernbereich zunächst transportiert, aufgestellt, mit jeweils 1000 Litern Wasser gefüllt, abends wieder geleert und abtransportiert werden. Weil sie bereits bei den weiteren Umzügen am Rosenmontag eingeplant sind. Dazu kommen Extrakosten für Fachfirmen, die die mobilen Lkw-Sperren bedienen und überwachen, und das mit zertifizierten Kräften an einem Sonntag. Bedeutet: weitere Zuschläge.

Sparen könnte der FWK höchstens noch an den Aufwendungen für die Begleitmusik, wenn doch bald jeder Wagen im Umzug seine eigene Beschallungsanlage mitführt. Schon aus Tradition soll darauf aber nicht verzichtet werden, schließlich sind die Spielmannszüge fester Bestandteil des Wattenscheider Straßenkarnevals. Und die Honorare stellen fixe Posten in der Jahresrechnung der Kapellen dar.

So hofft der Festausschuss auf die zugesagte Unterstützung der lokalen Politik, aus dem Verfügungsfonds „WAT bewegen/Soziale Stadt“ und möglicher Sponsoren. Denn zwei der bisher sicheren Gönner sind leider inzwischen verstorben.

So oder so soll am kommenden Freitag (11.) ab 19 Uhr im Ratssaal des Wattenscheider Rathauses der neue Prinz gekürt werden, der dann seine Auserwählte als Prinzessin präsentieren kann. Damit der Wagen des Prinzenpaars einen der Höhepunkte im Karnevalszug bilden kann.

Nähere Infos auf FWK-WAT.DE/DL/AFS.PDF

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