Gala

Wattenscheid feiert mit Stolz und Herz den Kolping-Karneval

Die Kükengarde der Kolpingspielschar Wattenscheid-Höntrop erntete schon zur Eröffnung auf der Bühne einen Riesenbeifall.

Die Kükengarde der Kolpingspielschar Wattenscheid-Höntrop erntete schon zur Eröffnung auf der Bühne einen Riesenbeifall.

Foto: Bastian Haumann

Wattenscheid-Höntrop.  Die Kolpingspielschar Höntrop stemmt bei der 31. Benefiz-Gala vier Stunden Programm. Vor allem die Tanzgarden begeistern das Publikum völlig.

Die erste Sitzung der Kolpingspielschar beim Saalkarneval im Kalender der Veranstaltungen ist ohnehin besonders, sie ist die traditionelle Benefiz-Gala. Allerdings haben die Aktiven sie in diesem Jahr außerdem zum 31. Male auf die Beine gestellt und dabei mit einem vierstündigen Programm allein aus eigenen Kräften die Gäste im proppevollen Kolpinghaus aufs Beste unterhalten. Die Gala ist damit ein Pflicht-Termin im Wattenscheider Karneval.

Die Anerkennung für die Leistung vor und hinter den Kulissen gaben deshalb auch die Delegationen der befreundeten Clubs unter dem Dach des Festausschusses Wattenscheider Karneval nicht nur in den unzähligen Umschlägen mit Spenden für den wohltätigen Zweck des Abends weiter. Bei der „Vollversammlung“ der FWK-Vereine auf der Bühne nutzten sie die die Gelegenheit, durchweg Hochachtung für diese Leistung auszudrücken.

Um das Feiern für den guten Zweck nicht zu bremsen, fasste sich FWK-Präsident Franz Seidl kurz aber launig: „Zeit ist hier Geld“ und gab Mikrophon und Spende weiter. Klaus Baumann, Vorsitzender des Hamster-Clubs Höntrop, wusste die Steilvorlage sogar noch zu toppen: „Umschlag jau, Ham-Ham, Helau!“.

Erlös für Flüchtlingsdorf und Suppenküche

Aus den Spenden werden in diesem Jahr das Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet im Nordirak, das federführend von der Caritas Essen betreut wird, und die Bochumer Suppenküche bedacht. Hans-Josef Winkler, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, hatte bei der Eröffnung des Abends an das Wort des Sozialreformers Adolph Kolping erinnert: „Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist.“

„Daumen hoch“ für die Kükengarde

Berechtigt stolz auf die erfolgreiche Jugendarbeit hatte Sitzungspräsident Thomas Stetten zu Beginn den ersten Auftritt der gerade erst im letzten Jahr „geschlüpften Kükengarde“ angekündigt, und der Applaus zeigte, dass das Publikum ihm nur zustimmen konnte. Dafür gab es den „Daumen hoch“ von Trainerin Carolin Wienert und ein „Abklatschen“ beim Abgang.

Nachzulegen, Gas zu geben und Lust auf mehr zu machen, das gelang den Kolping-Aktiven. Die Eigengewächse wie die „Eisbrecher“, die seit 15 Jahren in unveränderter Besetzung mit Schunkelliedern Stimmung bringen, und „Landei“ Michael Timpert mit Impressionen aus dem bäuerlichen Alltag wärmten an für einen „Traum in Rot und Weiß“, wie Stetten wiederum mit viel Stolz ankündigen konnte. Tatsächlich schickte die „Große Garde“ die Gäste mit viel Schwung in die Pause nach nun schon zwei Stunden, nicht ohne Zugabe, wie bei nahezu jedem Programmpunkt.

Vampir-Showtanz mit Nebel und Rotlicht

Mit einem Kontrast überraschte gleich anschließend die „Junge Garde“ in einem Showtanz, d

er im Musical-Stil an den „Tanz der Vampire“ erinnerte und zu rotem Licht dramatische Bolero-Klänge kombinierte. Keine Zeit zum Ausruhen, Franz-Josef Wienert als „Mann aus dem Leben“ feuerte zielsicher seine Pointen ab und wusste dabei sogar ein funk-fern-gesteuertes Dusch-WC mit erstaunlicher Detailtreue zum Riesenlacher zu machen.

Das Männerballett in Harry-Potter-Manier kassierte seinen Beifall, nur um umgehend der „Frauen-Power“ der Spielschar Platz zu machen. Die Gruppe „Herzblut“ startete mit einem Medley der kölschen Band „Brinks“ durch, in der Zugabe wurde spätestens bei „Polka, Polka, Polka“ getanzt, und ihr Markenzeichen, die Hymne „Seit langer Zeit ist

Wattenscheid schon meine große Liebe“ steuerte auf das Finale zu. Der Showtanz der „Großen Garde“ in Polizei-Uniformen dokumentierte denn auch schließlich die Vielseitigkeit und garantierte donnernden und anerkennenden Applaus.

Kurz nach Mitternacht konnte so die Bühne freigegeben werden, um den ausgelassenen Gäste Platz zum Tanzen zu bieten. Wenn sie das nicht schon zwischen den Tischreihen längst getan hatten.

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