Kulturnacht

Wattenscheider Kulturnacht lockt Besucher in die Innenstadt

Zum ersten Mal gab’s bei der Wattenscheider Kulturnacht eine große Bühne auf dem Alten Markt. Hier zeigt der Watt’n Zirkus Akrobatik.

Zum ersten Mal gab’s bei der Wattenscheider Kulturnacht eine große Bühne auf dem Alten Markt. Hier zeigt der Watt’n Zirkus Akrobatik.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Wattenscheid-Mitte.  Die elfte Auflage der Wattenscheider Kulturnacht präsentiert eine breite Programm-Palette. Die Veranstalter-Gemeinschaft zieht positive Bilanz.

Viele Kunst- und Kulturschaffende sind in Wattenscheid zu Hause. Hier reicht die Palette von Chören bis hin zu Akrobaten. Sie, aber auch Literaten aus Bochum, haben bei der mittlerweile elften Wattenscheider Kulturnacht gezeigt, wie vielfältig Kunst sein kann. Ein breites Angebot haben federführend das Awo Centrum-Cultur in Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Bochum und vielen Mitstreitern, unter anderen Bücherei über Märkische Schule, Stadtarchiv, Heimat- und Bürgerverein, VHS oder Musikschule auf die Beine gestellt.

Rundum zufrieden zeigt sich für die Veranstalter-Gemeinschaft Mustafa Çalıkoğlu vom Centrum-Cultur. „Die Kulturnacht hat sich etabliert, wir hatten eine größere Nachfrage von Bands nach Auftritten, als wir unterbringen konnten.

Gertrudishaus stand nicht zur Verfügung

Dabei waren die Möglichkeiten eigentlich sogar eingeschränkt, weil das Gertrudishaus durch den Umbau nicht zur Verfügung stand. Aber mit der Bühne auf dem Markt, die wir zum ersten Male hatten, war es sogar einfacher für die Besucher, zwischen den Veranstaltungsorten zu pendeln und sich etwas auszusuchen. Beide Lesungen in der Stadtbücherei wurden richtig gut besucht, in beiden Kirchen herrschte den ganzen Abend Betrieb. Das Programm war bunt gemischt für Jüngere und Ältere.“

Humorige Kurzfassung von Mozarts „Zauberflöte“

Bunt und witzig hatten Sopranistin Franziska Dannheim und Jeong Min-Kim am Piano in der Alten Kirche die Kulturnacht eröffnet. Den Unterschied zwischen „E“- und „U“-Musik ignorierten sie mit ihrer humorigen Kurzfassung von Mozarts „Zauberflöte“.

Draußen auf dem Alten Markt begann die Kulturnacht aber mit Regen und Sturmböen. So verschob Bertram Frewer vom städtischen Kulturbüro zunächst wegen einer Unwetterwarnung den Beginn. Aber das turbulente Programm aus Akrobatik und Live-Musik konnte ohne größere Einschränkungen präsentiert werden.

Das Thema „Europa“ stand im Blickpunkt. Stadtarchivar Andreas Halwer gab in der Stadtbücherei im Gertrudiscenter einen detaillierten und augenzwinkernden Abriss von „WAT in Europa – Europäer in Wattenscheid“, bevor Peter und Klaus Märkert mit „Krimi trifft Satire“ unterhielten. In der Propsteikirche St. Gertrud spannte die Junge Chorgemeinschaft Wattenscheid in flottem Wechsel einen Bogen aus Konzert und Lesung unter dem Zeichen des blauen Europa-Banners vor dem Altarraum. Nach einem Medley europäischer Nationalhymnen stimmten Chor und Besucher gemeinsam als furioses Finale Beethovens „Ode an die Freude“ an.

Tatsächlich konnte Bertram Frewer vor dem letzten Auftritt auf der Bühne die Band „E 62“ vom Jugendtreff „Heroes“ mit krachenden Gitarrenriffs noch zufrieden mit „Gott sei Dank ist es trocken genug geblieben“ ankündigen.

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